Standpunkte -  bergmannsglück-datteln.de

Startseite Vorwort Vorstand/Aktive Geschichte Das Brandunglück Erinnerungen Ehrenmitglied Geschichten Hl. Barbara Der Bergkittel Der Kragenspiegel Termine Werkzeuge Kohlenkinder Bunkerprojekt Auszeichnung Bunkeröffnung -1 Bunkeröffnung -2 Herzlichen Glückwunsch -13 Bunkermodell Sponsoren Bunkerprojekt Jahresabschluß -13 Weihnachtsmarkt -13 Festlich, festlich -13 Streckenvortrieb -13 Die Sechste im Bunde-13 Nummer 5 lebt -13 Patronatsfest -13 Brockhauser Tiefbau -13 Archiv 2013 Archiv 2012 Archiv 2011 Archiv 2010 Archiv 2009 Archiv Presse Presse Gästebuch Zeche Emscher-Lippe Betriebszeit Schacht 6 Standpunkte Spurensuche Links Kontakt

Was ist aus den Geländen der Zechenanlage Emscher-Lippe 1/2 sowie 3/4 geworden. Welche Veränderungen stehen noch an. Vergangenheit und Gegenwart im Bild. Während auf dem jeweils linken Foto der Blick in die Vergangenheit zu sehen ist, können wir rechts den aktuellen Zustand aus ähnlichem Blickwinkel sehen.

Erste Abteufarbeiten 1902.
Blick von der vermutlich gleichen Stelle 109 Jahre später.

Emscher-Lippe Schacht 1 vorne, Schacht 2 hinten.
Heute ein Gewerbegebiet. Ansicht September 2011.

Blick auf den Haupteingabng Emscher-Lippe 1/2 ca. 1920.
Blick von einem leicht versetzten Standpunkt 91 Jahre später.

Die neue Verwaltung der Zeche Emscher-Lippe 1/2. Sie wurde nach dem zweiten Wektkrieg erbaut.
Heute ein Parkplatz eines Supermarktes.

Früher, die Haltestelle der Straßenbahn vor den Toren von Emscher-Lippe 1/2
heute quält sich der Autoverkehr über die B 235 an der gleichen Stelle.

Damals ein große freie Fläche auf der die Busse aus der Umgebung eintrafen,
heute steht hier ein Wohnhaus.

Der Standpunkt kann nur annähernd wiedergegeben werden.
Denn die alte Aufnahme dürfte aus dem Obergeschoß des Verwaltungsgebäudes Emscher-Lippe gemacht worden sein.

Die Castroper-Str. damals
und heute, kaum wiederzuerkennen.

Foto der Kokerei Emscher-Lippe 1/2 ca. 1908.
Aus ähnlicher sicht. Standpunkt aber auf Ebene 0.

Zugang über die Heibeckstraße auf Emscher-Lippe 3/4.
Zugang Zechenbrache Emscher-Lippe 3/4.

Früher eine einfache Halde.
Heute ein dicht gewachsener Wald.

Emscher-Lippe Schacht 3 vorne, Schacht 4 hinten.
Annähernd gleiche Standpunkt September 2011.


Aktuelle Ansicht folgt.

Ansicht am 30.11.2011 aus ähnlicher sicht.


Aktuelle Ansicht folgt.

Ansicht ca. 1920. Standpunkt bei Erstellung des  Fotos vermutlich von der Eisenbahnbrücke am alten E-ON Kraftwerk.
Ungefähre Ansicht  im Jahre 2012. Versetzter Standpunkt.

Aktuelle Ansicht folgt.

Aktuelle Ansicht folgt.

Das alte Lehrlingswohnheim der Zeche Emscher-Lippe (Barbarahaus)
Seniorenresidenz im Jahr 2009 erbaut und 2010 bezogen.

Die heilige Barbara die früher auf einem Sockel an der Wand des Lehrlingswohnheims am Südring befestigt war, wurde beim Abriß im Jahr 2008 gerettet und steht heute im Garten der neu erstellten Seniorenresidenz.

Quelle der schwarzweiß Fotos, stadtgeschichtliche Sammlung der Stadt Datteln sowie "Errinnerungen an ein Bergwerk " von Reinhold Grau.

Dem Zechenhafen geht`s ans Gemäuer
Schwierige Bombensuche und Millionenkosten: Die RAG reißt das letzte Bauwerk von Emscher-Lippe 3/4 ab


Die Kaimauer (im Bild rechts) hat´s in sich: solider Stahlbeton, elf Meter tief verankert. Die Kumpel hatten hier für die Ewigkeit gebaut. Jetzt muß die Mauer weg.

von Joachim Schmidt

Datteln. Die Ruhrkohle muss tief in die Tasche greifen, um das letzte noch existierende Gemäuer ihrer ehemaligen Dattelner Zeche Emscher-Lippe 3/4 abzureißen. Die Stahlbeton-Kaimauer des alten Zechenhafens wird wohl zum Millionengrab.

Heute will die RAG mit den Vorbereitungen für den Rückbau ihrer Anlage am Dortmund-Ems-Kanal beginnen, wie Projektleiter Burghard Zerres der Morgenpost bestätigte. Die bevorstehende Kanal-Verbreiterung und der geplante Bau der "Wasserstadt Emscher-Lippe" zwingen die RAG hier zum Handeln.
  Auf der Zechenbrache wird darum ab heute gerodet, um Platz für die Baumaschinen zu machen. Danach wird´s heikel: Ab nächster Woche steht die "Kampfmittel-Sondierung" an. Klartext: Zwei Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg werden in unmittelbarer Nähe vermutet, eine davon wohl im Wasser. Diese Bomben müssen raus, bevor die für die Ewigkeit gebaute, elf Meter tief im Erdreich verankerte Kaimauer abgebrochen und neue, 550 Meter lange Spundwände ins Kanalbett eingezogen werden können.
  Wie teuer das alles wird, kann bei der RAG niemand sagen. " Das hängt von der Lage der Bomben ab", sagt Zerres. Das schlimmste, weil teuerste, wäre für ihn, wenn er einen Teil des Kanals einschachten und trocken legen müsste, um an die Bombe zu gelangen. Für die Bombensuche wird Zerres in Absprache mit der Bezirksregierung und Feuerwehr zunächst einen Ponton bauen und von dort sowie von Land aus Hohlrohre schräg in die Tiefe treiben lassen: Darin werden dann Metall-Detektoren hinabgelassen, die Flieger-Bomben aufspüren oder die heute als "Bombenverdachtsfälle" kartierten Punkte als Irrtum entkräften. Letzteres wäre die günstigste Lösung, aber selbst damit werde das Projekt noch eine Millionensumme kosten, so Zerres. Was die Arbeit mit Metall-Detektoren erschwere, sei der nahe Stahlbeton der Kaimauer. Bis November erhofft er sich dennoch Klarheit. Gearbeitet werde, um Anwohner nicht unnötig zu belasten, nur werktags und nie vor 7 und nach 18 Uhr.
  Sind die Bomben beseitigt, wird der eigentliche Rückbau des Hafens im Frühjahr beginnen. Zunächst werden neue Spundwände gesetzt und die alte Mauer auf halber Höhe abgebrochen. Am Ufer elf Meter tief zu buddeln, um dort Fundamente zu beseitigen, das ist laut RAG weder nötig noch bezahlbar.
  Der Bauverkehr soll ab heute über die Heibeckstraße in Richtung Kaimauer rollen: vorbei auch am Bauschild zur "Wasserstadt", auf deren Fertigstellung die Stadtverwaltung trotz eldmangels immer noch hofft. Tatsächlich ist der Abbruch der Hafenreste eine Grundvoraussetzung für den Bau der "Wasserstadt". Deren finanzielle Probleme liegen aber nicht am Kanalufer, sondern dahinter: Teeröl und andere Hinterlassenschaften im Erdreich von Emscher-Lippe müssen ausgebaggert und entsorgt werden. Und da ist die Ruhrkohle -kostenmäßig - außen vor.

Quelle: Dattelner Morgenpost vom 04.10.2011.


Nach den ersten Abrißarbeiten stellt sich die Ansicht der alten Hafenanlage der Zeche Emscher-Lippe am 30.11.2011 so dar, daß alle mit den Jahren gewachsenen Bäumen entfernt wurden.