Presse -  bergmannsglück-datteln.de

Startseite Vorwort Vorstand/Aktive Geschichte Das Brandunglück Erinnerungen Ehrenmitglied Geschichten Hl. Barbara Der Bergkittel Der Kragenspiegel Termine Werkzeuge Kohlenkinder Bunkerprojekt Auszeichnung Bunkeröffnung -1 Bunkeröffnung -2 Herzlichen Glückwunsch -13 Bunkermodell Sponsoren Bunkerprojekt Jahresabschluß -13 Weihnachtsmarkt -13 Festlich, festlich -13 Streckenvortrieb -13 Die Sechste im Bunde-13 Nummer 5 lebt -13 Patronatsfest -13 Brockhauser Tiefbau -13 Archiv 2013 Archiv 2012 Archiv 2011 Archiv 2010 Archiv 2009 Archiv Presse Presse Gästebuch Zeche Emscher-Lippe Betriebszeit Schacht 6 Standpunkte Spurensuche Links Kontakt




Quelle: Dattelner Morgenpost vom 22.01.2014


Quelle: Stadtspiegel vom 22.01.2014



Quelle:Dattelner Morgenpost 09.09.2013

Ehrenplatz für Kirchenbänke

Bunker-Museum: Die Kumpel machen Fortschritte und laden Sonntag Besucher ein

von Björn Korte

Datteln. Vor dreieinhalb Jahren sind ein paar Ex-Bergleute angetreten, den jahrzehntelang zugemuerten Luftschutzstollen unter der Zechenhalde Emscher-Lippe 3/4 museumsreif zu machen. Projektleiter Herbert Müller sagt: "Fertig werden wir nie." Aber es geht voran. Besucher gehen ein und aus. Ein Lagebericht von unter Tage.

Es tropft von der Decke. Draussen liegt der Sommer in den letzten Zügen, aber hier unten, ist immer 10 - 12 Grad kühl. Auch der Boden der 200 Meter langen Gänge ist nass. Nach dem Starkregen am 20. Juni stand dort das Wasser. "Ausgerechnet an dem Tag ist uns eine Pumpe ausgefallen", sagt Steiger Müller. Zum Glück lasst sich der harte Kern seiner Mannschaft von gar nichts aus der Ruhe bringen.
Letzten Sommer, beim Tag des offenen Denkmals, da waren die Kumpel des Vereins "Bergmannsglück" mal aufgeregt, denn plötzlich standen 600 Besucher Schlange. Der Ort, an dem in Kriegstagen bei Bombenangriffen bis zu 1000 Dattelner um ihr Leben bangten, fasziniert Alt wie Jung. Sonntag ist wieder Tag des offenen Bunkers. Die Kumpel sind gespannt, wie viele diesmal kommen. (siehe Informationen)
Alexander Sommer (14) aus Aachen ist zu Besuch in Datteln. Da darf ein Bunkerbesuch nicht fehlen. "Die alten Sachen sind interessant", sagt er."Wenn ich mir vorstelle, wie die Menschen hier saßen damals..." Die Bänke aus Kriegstagen sind längs weg. Nur ein paar morsche Reste gibt´s. Aber die Bunkerkumpel haben jetzt Ersatz aus Mahagoni bekommen: ausrangierte Kirchenbänke, vermittelt von Pfarrer Martin Limberg."Wir sind seine größten Fans", sagt Kumpel Jürgen Taplikowski. Mit der Kirchenbankspende konnte sich der Amanduspfarrer revanchieren. Schließlich sollen die Bunkerbänke nach Kriegsende in die beschädigte Amanduskirche gebracht worden sein.
Unterschiedliche Gruppen waren schon zu Besuch im Stollen. Feuerwehr und THW haben in den Gängen trainiert, Kinder verbrchten hier Abenteuertage, Vereine und Politiker haben Ausflüge in die Stadtgeschichte mit Grillpartys unter dem 12 Meter langen Streckenausbau vor dem Eingang kombiniert. Neulich hatte das Hip-Hop-Duo "Hidden-Basement" im Bunker ein Video produziert. Zu sehen und zu hören ist das im Internet. Letztes Jahr habe man an die 1000 Gäste gehabt, schätzt Müller. "In diesem Jahr bislang 300."
  Den Boden der breitesten Gänge haben die Kumpel neu gegossen. Ein langer Riss in der Decke eines anderen Ganges wurde mit Holzbalken abgestützt. Fachmännisch wie unter Tage. Für Besucher hängen alte DSK-Helme parat. Daneben baumelt ein schwarzes Bergbau-Telefon. Ein Relikt aus einer anderen Zeit. "Kinder wollen gar nicht glauben, dass das ein Telefon ist", erzählt Steiger Müller.

Museumsstücke sind schon da

Von den Wänden blättert der Putz. "Das lassen wir so" sagt Müller. "Wer einen glatten U-Bahn-Schacht sehen will, kann ja nach Dortmund fahren."
Die Knochenmaloche ist geschafft. Hinten im großen Gang haben die Kumpel angefangen, ihr Bergbaumuseum einzurichten. Da stehen ein Walzenschrämlader in Kleinformat und andere Ausstellungsstücke. An der Wand hängen Schilder mit Flöz-Namen: "Kreftenscheer", "Finefrau", Girondelle". Auch eine Leinwand gibt´s. Stadtführer Kalle Hölscher hat auf ihr neulich einen Film gezeigt. Bunkerkino funktioniert auch. Das Problem: Die Feuchtigkeit. "Wir bräuchten ein Gasbetriebenen Luftentfeuchter", sagt Müller. Aber wer soll den bezahlen?
Längst gibt es Notbeleuchtung und Leuchtstofflampen an der Decke. Aber auf Wunsch können es die Kumpel auch schön schummerig-duster machen. Dann hat der Abstieg unter Tage immer noch was von Abenteuer und man bekommt eine Ahnung davon, wie beklemmendes in den feuchten Gängen gewesen sein muss, als oben die Bomben auf Datteln fielen.


Projektleiter Herbert Müller (li.) zeigt Bunker-Besucher Alexander Sommer einen Kohle-Abbauhammer. Andreas Schneider, Theodor Nöthe, Jürgen Taplikowski und Peter Jockheck (v.li.) haben auf Lirchbänken Platz genommen. -Foto:Kalthoff

Informationen

Zu Besuch im Bunker
  Der Bunker ist von der Heibeckstrasse (Parkplatz Cent-O-Med) aus zu erreichen. Der kurze Fussweg beginnt an der bemalten Lore an der Mühlenbach-Brücke.
  Interessierte sind an den Arbeitstagen der "Bunkerkumple" Dienstags und Donnerstags ab ca.14:30 Uhr willkommen. Bei geplanten Gruppenbesuchen wird um Anmeldung gebeten (Herbert Müller Tel. 02363/55772)
  Sonntag, 8. September, ist Tag des offenen Denkmals. Der Verein Bergmannsglück lädt zum Tag des offenen Bunkers (ohne Anmeldung). Ab 11:00 Uhr (bis 18:00 Uhr) sind Besucher willkommen.

Quelle: Dattelner Morgenpost vom 04.09.2013

Bunkermuseum ist ein Juwel

Jahreshauptversammlung des Bergmannsvereins "Bergmannsglück"


Zur Jahreshauptversammlung erscheinen die Mitglieder des Bergmannsverein "Bergmannsglück" Datteln traditionell im Bergkittel. Das Bunkermuseum und Termine wurden besprochen.  -Foto: Rottmann

Hagem. (jr) "Das, was ihr hier geschaffen habt, ist kein Schmuckkästchen, das ist ein Juwel." Dieses Zitat eines Mitarbeiters der " NRW Urban Journals" macht in der Jahreshauptversammlung des Bergmannsvereins "Bergmannsglück" in der Gaststätte "Zur Postkutsche" die Runde. Gemeint war das "Bunkermuseum".
Herbert Müller und seine Mitstreiter in Sachen Bunkermuseum am Mühlenbach sind stolz.Rund 4000 ehrenamtliche Arbeitsstunden stecken bis jetzt in dem Projekt, das der 25 Mitglieder kleine Verein seit der Öffnung des Weltkriegs-Stollenbunkers im Birkenwäldchen am Centromed vor die Brust genommen hat.
   Auch wenn noch nicht alles fertig ist, rund 1100 Besucher aus Nah und Fern, darunter viele Schulklassen, haben die Knappen um "Bunkerführer" Jürgen Taplikowski bereits durch die hunderte von Metern des unterirdischen Wegesystems geleitet. Auch die Gilde der Dattelner Stadtführer hat sich vor Ort kundig gemacht.
   "Bunkerchef" Herbert Müller und seine sechs bis acht "Mitmalocher" sind dienstags und donnerstags von "15 Uhr bis Ende offen" am Bunker im Einsatz. Er sagt: "Erst gerade haben wir wieder 20 Tonnen Beton verbaut, den Schienenstrang von Emscher-Lippe III/IV ausgebaut und im Stollen wieder verlegt." Eine Fußgängerbrücke sichert den Zugang zum Stollen, und drei alte Loren vor dem Eingang deuten an, dass es wieder um lebendige Bergbaugeschichte geht. Herbert Müller: "Das alles läuft nicht ohne Geld. Wir bedanken uns bei allen Banken, Firmen und Privatpersonen die unterstützen."
   

Zur Barbarafeier im Bergkittel

Vorstandswahlen standen nicht an. Herausragende Ereignisse in 2012 waren die Teilnahme am Day of Song, am Bergfest mit Bergparade in der Salz- und Kalistadt Unterbreizbach in Thüringen (mit den Partnern aus Haltern am See) und am "Niederländischen Bergbautag" in Brunssum, Provinz Limburg. Der Bergmannsglück-Stand beim 2. Ehrenamtstag der Stadt Datteln erfreute sich reger Resonanz. Mit "125 Jahre B.U.V. Herne Holthausen" , "90 Jahre Knappenverein Kemminghausen" und "100 Jahre Förderverein Herzogenrath" stehen drei Jubiläen auf dem Reiseplan 2013. Zudem steigt man bei der Bergparade in Ibbenbüren-Mettingen, bei der 41. NRW-Kirchschicht in Bochum und bei der eigenen Barbarafeier in die Bergkittel.


Info
Unterstützung durch neue Mitglieder, die auch weiblich sein dürfen, ist bei Bergmannsglück willkommen. Auskünfte gibt`s beim Vorsitzenden Peter Jockheck, Tel. 728545.

Quelle: Dattelner Morgenpost vom 25.02.2013.

Ab in den Bunker!


Möchten am Samstag Besuchern das Bunker-Projekt erläutern: Jürgen Taplikowski uns Jochen Schwarm vom Bergmannsverein Bergmannsglück.   -Foto: KALTHOFF

An kommenden Samstag gibt`s wieder Führungen durch den Stollen

Datteln: (iwo) Bunker-Besuch - die zweite: Beim Tag des offenen Denkmals stürmten Hunderte zur Heibeckstraße, um in den Stollen hinabzusteigen. Die Schlange war lang, nicht alle wollten warten. Für sie - aber auch für alle anderen Interessierten - gibt`s jetzt eine zweite Chance: Am kommenden Samstag, 22. September, ab 15 Uhr öffnen sich erneut die Pforten.

"Ende offen", sagt Peter Jockheck, Vorsitzender des Bergmannsverein Bergmannsglück. Das so viele Dattelner sich für das Bunker-Projekt interessieren, freut die ehemaligen Bergleute um Projektleiter Herbert Müller. "Eine Würdigung unserer Arbeit", sagt Müller. Seit zwei Jahren sind sie damit beschäftigt, aus dem Luftschutzraum auf dem ehemaligen Zechengelände ein Museum zu machen. Zurzeit sind dort zehn Ex-Kumpel aktiv. "Aber wir möchten auch die anderen, die mit der Zeche Emscher-Lippe zu tun hatten, ins Boot holen", sagt Herbert Müller. Und meint damit die einstigen Kokerei-Arbeiter, Schlosser, Schmiede, Kauenwärter uns alle, die sonst noch übertage beschäftigt waren. Vielleicht finden sich einige von ihnen zur Besichtigung ein. Übrigens, beim Tag des offenen Denkmal gab`s viel zu erzählen. Zum Beispiel von der Dame, die im Bunker geboren und getauft wurde. "Sie möchte sich bitte bei uns melden", so Jürgen Taplikowski.

Quelle: Dattelner Morgenpost vom 19.09.2012.