Hl. Barbara -  bergmannsglück-datteln.de

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Helmut Neuhaus, unser ehemaliger 1. Vorsitzender, hat uns eine gegossene Statue unserer Schutzpatronin der Hl. Barbara spendiert. In die von Erwin gemauerte Nische im Eingangsbereich unseres Stollens, montierte Helmut und Jürgen das Abbild.  

Die Legende der hl.Barbara


Soweit heute nachzuvollziehen, lebte die Heilige Barbara im 3. Jahrhundert . Der Überlieferung zur Folge wurde Sie am 4.12 als Tochter eines Purpurhändlers in Dioskuros in der Stadt Nikomedia, dem heutigen Izmir geboren. Diese Stadt liegt am Marmarameer nördlich von Istanbul.
  Zu diesem Zeitpunkt herrschte der römische Kaiser Diokletian (284 bis 305), der sich Nikomedia als Regierungssitz ausgesucht hatte. Dieser Kaiser war durch seine überaus grausamen Christenverfolgung berüchtigt. Selbst der Vater Barbaras war ein Heide und Christenfeind. Um die Tochter den Einflüssen der Christlichen Lehre zu entziehen, ließ er sie als Kind schon kaum aus dem Haus. Er bemerkte wohl, daß das heidnische Leben der Tochter zuwider war und sie dem Christengott zuneigte. Nachdem Barbara älter wurde, wollte Ihr Vater Sie mit einem reichen heidnischen Kaufmann verheiraten.So oft er auf Reisen ging, sperrte er seine Tochter in einen Turm mit zwei Fenstern. Diesen ließ er extra für diesen Zweck erbauen. Er wollte sein Tochter hierdurch von der neuen Lehre fernhalten. Die Sklavin, die  Barbara zur Seite gestellt wurde,  war jedoch Christin. Diese unterrichtete Sie im Christlichen Glauben.
  Später gelang es den beiden jungen Frauen,  mit dem Kirchenvater Origines im ägyptischen Alexandria in heimlichen Briefkontakt zu treten. Aus weiter Ferne leitete er die Glaubenserziehung Barbaras. Es kam dann später dazu, daß sich Barbara von ihrer Sklavin taufen ließ. Nachdem ihre Eltern wieder einmal verreist waren, wies sie die Arbeiter ihres Vaters an, ein drittes Fenster am Turm auszubrechen. Außerdem sollte ein Kreuz in der Marmortreppe eingemeißelt werden.
  Der Vater sah bei seiner Rückkehr das verhaßte Kreuzzeichen auf der Marmorschwelle der Eingangstür. Nach Befragung der Tochter gestand diese freimütig, daß sie das Zeichen als Erlösung und das dritte Fenster als Zeichen der heiligen Dreifaltigkeit habe anbringen lassen. Nach Erläuterung ihres Beitritts in die Christliche Kirche wollte sie ihr Vater töten. Es gelang ihr jedoch zu flüchten und sie ging hin zu den Richtern und verteidigte sich selbst. Man brachte nun Fackeln herbei, marterte und folterte sie, damit sie ihrem Glauben abschwöre. Doch Gott heilte ihre furchtbaren Wunden durch ein Wunder. Gestärkt kam Barbara das zweite mal vor ihre Richter. Nun verurteilten sie Barbara zum Tode. Der Vater schleifte sie in seinem Haß an den Haaren durch die Straßen zum Richtplatz und enthauptete sie mit eigener Hand. Da fuhr ein Blitzstrahl vom Himmel und streckte ihren väterlichen Peiniger tot nieder. Das soll geschehen sein im Jahr 306 unter dem Kaiser Maximin Daza.
         

Der St. Barbara Tag


Alle Bergleute feiern den St. Barbara-Gedächnistag am 4.12 jeden Jahres. Es ist im Jahresablauf ein fester Termin für jeden Bergmannsverein geworden. Hier wird den Toten ihrer Zunft gedacht und das Gedenken an sie aufrecht erhalten.
   Die Herkunft liegt aber an anderer Stelle. Wenn das Vieh im November die Weide verließ, schnitt man zu alter Zeit Zweige von den Bäumen. Sie wurden in der warmen Stube zum Blühen gebracht, um daraus auf Segen für das neue Jahr zu schließen. Zu dieser Zeit feierte man dann das Winteranfangsfest.
   Erst im 15. Jahrhundert wurden die Feierlichkeiten mit Weihnachten in Verbindung gebracht. Die Blüten wurden für das Christkind herangezogen. Durch die immer mehr anzuteffenden beheitzten Stuben wurde die Knospenentwicklung beschleunigt. Deshalb verlagerte man den Brauch des Zweigschneidens auf den St. Barbara Tag oder auf das fest der Hl. Lucia am 13. Dezember.
   Der St. Barbara Brauch ist heute weit verbreitet und unter der Hand zu einem traditionellen Adventsbrauch geworden.Die Verknüpfung und Verwandlung in dichtes Volksbrauchtum wird dadurch veranschaulicht,  dass wir über Eingangstoren der Bergwerke in Oberschlesien den Sinnspruch:


In tiefen Grubenschacht
hast du uns stets bewacht,
in Krieg und Blitzesgrauen
wir gläubig auf dich schauen.
Im Advent ruft dein Stern
zur Christgeburt des Herrn,
im Tod zu Gottesthron
führst du den gläubigen Sohn.
Oh höre unser Flehen
laß uns zur Heimat gehen.
In Oberschlesiens Welt
ist auch dein Heimatzelt.


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