Beschreibung des Brandunglücks in der Wohnbaracke der Zeche Emscher-Lippe im am 13.01.1941.

Startseite Vorwort Vorstand/Aktive Geschichte Das Brandunglück Erinnerungen Ehrenmitglied Geschichten Hl. Barbara Der Bergkittel Der Kragenspiegel Termine Werkzeuge Kohlenkinder Bunkerprojekt Auszeichnung Bunkeröffnung -1 Bunkeröffnung -2 Herzlichen Glückwunsch -13 Bunkermodell Sponsoren Bunkerprojekt Jahresabschluß -13 Weihnachtsmarkt -13 Festlich, festlich -13 Streckenvortrieb -13 Die Sechste im Bunde-13 Nummer 5 lebt -13 Patronatsfest -13 Brockhauser Tiefbau -13 Archiv 2013 Archiv 2012 Archiv 2011 Archiv 2010 Archiv 2009 Archiv Presse Presse Gästebuch Zeche Emscher-Lippe Betriebszeit Schacht 6 Standpunkte Spurensuche Links Kontakt

Bomben auf Zeche Emscher-Lippe

Der zweite Weltkrieg schlug in Datteln Anfang des Jahres 1945 mit seiner ganzen Grausamkeit zu.
Im Vorfeld flogen die Alliierten Aufklärungsflüge und machten entsprechende Luftbilder.
Mit Hilfe dieser Luftaufnahmen spähten sie die zu bombardierenden Ziele aus. Während der Angriffe am 9. , 14. und 17.3.1945 wurde die Stadt Datteln und die Tagesanlagen der Zeche Emscher-Lippe zerstört. Am 09.03.1941 wurden durch einen einstürzenden Stollen 47 Bergleute verschüttet und auf dem Zechengelände kamen während der Bombenabgriffe 360 russische Kriegsgefangene ums Leben, die gerade ihre Schicht beendeten. Aufgrund ausgefallener Pumpen liefen viele Strecken voll Wasser und die Förderung musste eingestellt werden.
Anhand von Fotos, die uns vor kurzem erreichten, sind wir in der Lage, hier bisher unveröffentlichte Bilder zu präsentieren. Dieses Material zeigt die Förderanlagen nach den Angriffen im Frühsommer 1945. Auf einigen Bildern ist zu erkennen, dass die Aufräumungsarbeiten und der Wiederaufbau schon begonnen haben. Ferner kann man ausmachen, dass die Fördertürme und die Schachthäuser nicht oder nur leicht beschädigt wurden. Nach Reperatur der Pumpen und der Förderanlagen konnte schon im Juni 1945 die Förderung wieder aufgenommen werden.

Wir veröffentlichen hier nur einen kleinen Teil der Fotos die uns erreicht haben. Wir danken dem Spender, der nicht genannt werden möchte.





Blick in die Zentrale Maschinenhalle nach dem Bombenangriff.


Die zerstörte aber schon geräumte Maschinenhalle des Schachtes 1.

Der Kohlenbunker der Kokerei der Zeche Emscher-Lippe 1/2.


Im Bild vorne zu sehen eine zerstörte Dampflok in den Resten eines Lokschuppen.

Die im Krieg zerstörten Tagesanlagen wurden bis ins Jahr 1951 wieder Aufgebaut bzw. ergänzt.
Die Kohlenförderung erreichte 1948 bereits wieder 761.325 t. 1951 waren es dann schon wieder 1.030.625 t. In 177 Koksöfen wurden 1951 607483 t Koks produziert.

Eine Liste von neu errichteten Gebäuden durch die Gewerkschaft Emscher-Lippe zeigt welche Neubauten nach dem Krieg auf dem Zechengelände bis 1951 nötig wurden.
- Verwaltungsgebäude
- Werkstattgebäude
- Holzlagergebäude
- 500-Voltanlage
- Kompressorengebäude
- Benzolfabrik
- Gaskompressorengebäude
- Kühlturm
- Küchenbaracke
- Salzlagergebäude
- Fördermaschinenhaus
- Markenkontrolle mit Aufenthaltsraum
- Hafenkranbahnerhöhung
- Waschkaue 1/2
- Fördermaschinenhaus 1
- Zentralmaschinenhaus

Quelle zur Erstellung des Berichtes
-Jahrbuch des Amtes Datteln 1939-1951 (11 Jahrgang).
-Fotos aus dem Jahr 1945/46 eines Dattelner Bürgers der nicht genannt werden möchte.

----------------------------------------------------------------------------------------------

Produktion von Streckenbögen bei der GHH in Oberhausen-Sterkrade. Erzählt von Egon S. aus Oberhausen.

Als ehemaliges Belegschaftsmitglied bei der Gutehoffnungshütte (GHH) in Oberhausen-Sterkrade möchte ich hier kurz über die Produktion von Streckenbögen für den Grubenausbau in den Kohlebergwerken berichten. Die Auftraggeber, viele Bergwerksgesellschaften des Ruhrgebiets, teilten der Konstruktionsabteilung der GHH ihre Wünsche mit. Die Maße der Hauptstrecken mit Querschnittmaßen, Höhe und Breite wurden als Entwurf eingereicht. Die Konstruktionszeichnungen wurden angefertigt und dann von der Betriebsleitung der Auftraggeber genehmigt. Dann konnte mit der Produktion der Bögen begonnen werden. Für die Bögen waren verschiedene Profile vorhanden - je nach Anforderung. Die Rohlinge wurden von den Stahlwalzwerken angeliefert und dann im sogenannten Zechenbau auf die verschiedenen erforderlichen Längen zugeschnitten. Das Material wurde dann in einem Ofen geschickt und auf 800-900 Grad erhitzt.
   Vor dem Ofen stand die Biegemaschine, die sogenannte Quette. Die Maschine wurde so eingerichtet, daß die erforderlichen Maße der Streckenbögen für Radien und Form gewährleistet waren. Der zur Verformung benötigte Stahlstrang wurde aus dem Ofen per Schubeinrichtung in die Biegemaschine verbracht und dann von der Druckeinheit von oben herab in Form gebogen. (Stempel und Matritze). Der verformte Bogen blieb ca. 5 Minuten in der Maschine, bevor er auf einen Rollengang zur Erkaltung geschoben wurde. Es konnte vorkommen, daß nach der Erkaltung des Bogens Verwerfungen entstehen konnten. Der Bogen wurde dann in einer Richtmaschine sorgfältig in die richtige Form gebracht. Nach Wunsch wurden die Bögen gesandstrahlt, verzinkt oder als Rohling verschickt. Dieses geschah in der Regel auf dem Schienenweg.
Anmerkung der Redaktion:
Stollenausbauten wurden auch auf kaltem Wege verformt.