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Die Geschichte des Bergbaus und die der Bergmannsvereine ist nicht voneinander zu trennen. Wurden Zechen neu eröffnet, so folgten Bergmannsvereine, in denen sich die Kumpel organisierten. Die gefährliche Arbeit der Bergleute unter Tage führte zu einer engen Verbundenheit auch im privaten Bereich. Veranstaltungen wurden und werden heute noch gemeinsam besucht. Feiern mit geselligem Miteinander werden ausgerichtet. Zu früheren Zeiten unterstützten sich die Kumpel bei Krankheit aus Kameradschafts-Kassen. Auch die Versorgung der Hinterbliebenen bei Todesfällen wurden aus dieser Quelle bestritten. Ehrendienste bei Beerdigungen waren damals selbstverständlich und sind heute kaum noch zu finden.




    So können wir aus unserem Protokoll-Buch vom 16.01.1965 erfahren, was der Bergmannsverein Bergmannsglück e.V. Datteln 1957 unter Anwesenheit des damaligen Vorsitzenden festlegte. Beim Tode eines Mietglieds zahlt der Verein aus der Kameradschaftskasse eine Hilfe von 100.- DM bei einjähriger Mietgliedschaft, bei zweijähriger Mitgliedschaft sind es 125.- DM sowie 150.- DM bei dreijähriger Zugehörigkeit an die Hinterbliebenden.
   Beim Todesfalle eines Ehrenmitgliedes stellt der Verein Kranz, Fahne und Sargträger.  

Am 11.04.1965 können wir in der Vereinskronik erfahren, daß sich der Vorstand an diesem Sitzungstag hauptsächlich mit dem "Tanz in den Mai" befaßt hat. Dieser sollte in am 30.04.1965 in der Postkusche stattfinden. Außerdem ist zu lesen, daß geplant war, den Bruderverein in Herne-Sodingen auf seiner Maifeier durch eine Fahnenabordnung zu besuchen.

Aber nicht nur beim Tod eines Kameraden waren die Bergleute tief miteinander verbunden. So können wir aus dem Protokoll-Buch entnehmen, daß am 18.06.1965
beschlossen wurde, ein Kinderfest am 18. Juli des gleichen Jahres zu organisieren.
Hierzu bildete man einen Festausschuß, der sich um die Einzelheiten kümmerte.
    Ein weiterer Bericht vom 13.11.1965 sah vor, eine Weihnachtsfeier zu gestalten. Stattfinden sollte diese im damaligem Vereinslokal Ingeltal. Die Kinderfeier sollte sich inklusive der Bescherung von 16 - 18.30 Uhr erstrecken. Anschließend gab es für die Frauen ein Kaffeekränzchen mit gemütlichem Beisammensein bis 20 Uhr.

Einen interessanten Eintrag finden wir am 01.08.1965. So scheint es, daß den meisten Kumpeln das ewige Zuspätkommen von einigen Vereinsmitgliedern ordentlich auf die Nerven geht. Beschlossen wurde in diesem Zusammenhang eine Strafzahlung von 0,50 DM, Vorstandsmitglieder zahlen 1,00 DM.
Außerdem können wir erfahren:
"Zitat" Jedes Mitglied, daß eine Beschwerde an den Verein zu bringen hat, hat eine Bedenkzeit von 48 Stunden. Dann kann Antrag an den Vorstand erfolgen. Eine Verbreitung irgendeiner Sache in der Öffentlichkeit, die dem Verein Schaden zufügen könnte, bewirkt den sofortigen Ausschluß aus dem Verein.

Fortsetzung folgt!