Der Bergkittel -  bergmannsglück-datteln.de

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Die Bedeutung des Bergmannskittel erklärt uns Emil Emscher.

Also alle mal her gehört und paßt gut auf wenn Emil Emscher etwas erklärt.
"Die Tracht der Bergmannskittel ist traditionell eng verbunden mit der Geschichte des Bergbaus.
   Das Ehrenkleid des Bergmann besteht aus dem Schachthut, dem Bergkittel, der Weste, der Krawatte, der Hose und dem Bergleder. Dieses sogenannte"Arschleder", ein dreiecksförmiges Lederstück, diente sowohl zum Schutz vor dem Durchwetzen des Hosenbodens bei der Arbeit als auch zum Schutz gegen Bodennässe beim Sitzen.
    Der Bergkittel, eine Jacke aus schwarzem Tuch, wird vorne durch neun vergoldetet Adlerknöpfe ( oft auch mit dem Bergmannswappen versehen) geschlossen. Am Stehkragen sind die Dienstgrade des Bergbeamten ersichtlich, bei dem Kittel der Werkskapelle ziert ihn eine Lyra. Vom Stehkragen fällt ein 18 cm langer und in 9 Zacken endender Pelerinen Kragen über Schulter und Rücken. Er erinnert an die ursprüngliche Schutzfunktion vor herabfallendes Gestein in der Grube. Die schirmähnliche Form sorgt außerdem dafür, dass von der Firste in den Stollen herabtropfendes Wasser kontrolliert abgeführt wird und nicht in die Bekleidung eindringen kann. Die Zacken symbolisieren die 9 Jahre, welche die Heilige Barbara im Gefängnis verbringen mußte.
    An den Oberärmeln der Bergkittel findet man das Bergmannswappen ( gekreuztes Schlägel und Eisen) zwischen zwei Samtstreifen, die unten von einem halbrund geschnittenen Stück beendet werden. Schlägel und Eisen symbolisieren bis heute den Bergbau. Mit diesen Werkzeugen brachen die Arbeiter früher das Gestein aus der Wand: Das Eisen als Meißel in der einen, den Schlägel in der anderen Hand. Der Bergkittel der Werkskapelle enthält hier ein eigenes Emblem. An dem halbrunden Teil des Samtstreifens hängen etwa 8 cm lange, gedrehte Seidenstreifen, die sogenannten Zopfborten. Diese dienten früher als Reservedochte für Öllampen oder auch als Zündschnüre für Sprengladungen. Auf dem Samtstreifen über den Ärmelaufschlägen und an der Brust sind jeweils 5 weitere Knöpfe der vorhin genannten Art angenäht. Die 10 Knöpfe an der Vorderseite sind eine Anspielung an die Taschen, welche die Bergleute früher hatten, um ihr Werkzeug einzustecken.
    Damit zieren den Bergkittel insgesamt nicht weniger als 29 Knöpfe. Sie symbolisieren die 29 Lebensjahre der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute. Ähnlich gedeutet symbolisiert die Farbe schwarz des Bergkittels die Dunkelheit in den Stollen und das Gold, dass Licht der Sonne.
   Der Bergmannsgruß "Glück Auf" entstand im sächsischen Erzgebirge Ende des 16. Jahrhunderts. Er beschreibt die Hoffnung der Bergleute, es mögen sich Erzgänge auftun. Beim Abbau von Erzen ließ sich ohne Prospektion nur unsicher vorhersagen, ob die Arbeit der Bergleute überhaupt zu einem Lohn führen würde. Weiterhin wird das gesunde Ausfahren nach der Schicht aus dem Bergwerk mit diesem Gruß verbunden."
Wir hoffen das euch Emil Emscher die Geschichte der Tracht des Bergmanns näher gebracht hat.
     

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