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+++ Die Arbeitseinsätze des Bergmannsverein am Stollensystem an der Heibeckstraße sind jeden Dienstag und Donnerstag zwischen 14.00 und 19.00 Uhr. +++


Das Team behält sich vor, die Termine der Arbeitseinsätze den Gegebenheiten anzupassen.
Bei Besuchswünschen meldet Euch zuvor bei einem der Aktiven. Die Telefonnummern findet Ihr unter der Rubrik Impressum oder Vorstand.

Auf der Karte könnt Ihr die Lage des Bunkers an der Heibeckstraße erkennen.

Karte / Map



Bunkerprojekt-Datteln
Heibeckstraße 26 ?
45711 Datteln




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Schon im Sommer 2006 entstand in Herbert Müller die Idee, die Bergbaugeschichte Datteln wieder aufleben zu lassen.
Ein zufälliges Treffen bei einem Spaziergang am Dattelner Kanal ließen Bürgermeister Wolfgang Werner und Herbert Müller, beide mit dem Bergbau vertraut und in Datteln aufgewachsen, über Erinnerungen an vergangene Jahre sprechen.
   Was wäre aus Datteln geworden - ohne Kanal, ohne Bergbau, ohne Becker-Prünte und Zulieferungsfirmen für die Zechen?


Ein Holzfällerdorf am Rande der Haard.


Herr Werner berichtete über seinen letzten Besuch in England, wo er ein Besucherbergwerk besichtigt hatte. Zu schade, dass in Datteln keine Erinnerungen mehr an die ehemals vorhandene Schachtanlagen Emscher-Lippe existierten. Kaum Gebäude - und selbst die Seilscheibe auf dem Emscher-Lippe-Gelände 1/2 ist von der Schachtanlage Achenbach/Lünen.
   Sie sprachen darüber, dass sich unter dem Gelände an der alten Bergehalde, Schachtanlage 3/4 ein ehemaliger Luftschutzbunker, erbaut im Jahre 1943, der Stadt Datteln befindet der in keinem Archiv aufgeführt wurde.
   Aus Ihrer Erinnerung wussten Sie, da Sie als Kinder noch die Bunkeranlage selbst erforscht haben, dass es eine große Anlage sein muss, in der sich mehrere Gänge befinden.
   So entstand die Idee, dass aus der schon bestimmt seit 40 oder mehr Jahren verschlossenen Bunkeranlage ein Besucherstollen mit historischem Bunker entstehen könnte.
Sie waren fasziniert von dieser Idee. So hätten Sie eine Chance, die vergangene Dattelner Bergwerksgeschichte wieder in Erinnerung zu rufen.
Aber wie? Ihnen war klar, dass Herbert Müller solch ein arbeitsaufwendiges Projekt nicht alleine, sondern nur mit Kollegen umsetzen kann.
   Jährlich unterhielten Sie sich über die in ihren Köpfen existierende Idee.
Herr Werner sicherte Herbert Müller zu , alle erforderlichen Kontakte herzustellen und ihn soweit es Ihm möglich ist, bei weiteren Planungen zu unterstützen. Er gab Ihm noch die Anregung, daß hilfreich sein könnte, sich einem Bergmannsverein anzuschließen, um Interesse für das Projektvorhaben bei weiteren ehemaligen Bergmännern zu wecken und evtl. über die Vereinsebene Möglichkeiten für Sach- und Geldspenden zu finden.
   Die vielen Planungen und Überlegungen, wie das Projekt umgesetzt werden kann und der dann folgende Eintritt in den Bergmannsverein "Bergmannsglück" im September 2009 waren der Startschuss für den Projektbeginn.



Zu Beginn der Arbeiten an der Heibeckstraße war nur zu erahnen das sich hier ein Bunkereingang befindet.


Knapp ein halbes Jahr später und einige 100 Arbeitsstunden weiter ergibt sich folgendes Bild.


Nun haben wir Juni 2011. Wieder hat sich der Eingangsbereich stark verändert. Kurz vor dem einjährigen Geburtstag der Bunkeröffnung ist der vorgesetzte Stollenausbau bis auf ca.13 Meter länge gewachsen. Mit dieser Tiefe ist aber auch wahrscheinlich sein Endmaß erreicht.



Bunkerprojekt Datteln Abschlußbericht 2011

Ein ereignisreiches Jahr 2011 geht zu Ende. Das Team um Herbert Müller hat in dem zurück liegenden Jahr vieles erreicht.
   Erinnern wir uns zurück an den Anfang des Jahres, so begann dieses lausig kalt mit viel Schnee. Dieses hatte zur Folge, dass der Grundwasserspiegel sehr tief gesunken war. In dieser Zeit trocknete die gesamte Bunkeranlage deutlich ab. Die Freude hierrüber wehrte aber nicht lang. Mit einsetzender Schneeschmelze stieg und stieg das Grundwasser so sehr ,dass die Stollensohle bis zu zwanzig Zentimeter unter Wasser stand und uns in unserem Zeitplan sehr zurück warf.
   Arbeiten die wir damals noch nicht für unbedingt nötig erachteten wurden unerlässlich. So mussten wir uns umgehend um die Wasserhaltung kümmern. Im Laufe des Jahres wurden zwei Grundwasser Sammelbecken eingerichtet die an einer Drainage angeschlossen werden mussten. Hierbei kam uns das alte Kanalnetz der Bunkeranlage zur Hilfe. Es war noch so gut im Zustand, dass es teilweise weiter verwendet werden konnte. Außerdem folgte in diesem Jahr der Anschluss an das Stromnetz. Dieses war für die weiteren Arbeiten ein großer Schritt, denn somit konnten wir unseren über fünfzig Jahre alten Stromerzeuger in Rente schicken. Er wurde dann doch mit der Zeit teuer im Unterhalt.


Bei den baulichen fortschritten ist der vor dem Eingang zur Heibeckstraße hin gesetzte Stollenausbau besonders zu erwähnen. Er hat uns jede Menge Arbeit bereitet. Zunächst mussten wir die Ausbauten bei der Zeche August-Victoria in Marl abholen. Hierzu musste eine LKW organisiert werden. Nach dem Eintreffen an der Stollenanlage in Datteln waren die sehr schweren Stahlelemente über den Ölmühlenbach zu verbringen. Eine schinderei ohne gleichen dachten wir.



Doch beim Aufbau der Ausbauten kam es noch dicker. Um ein entsprechendes Fundament für die Ausbauten zu schaffen mußte ein insgesamt zehn Meter langer und 150 cm tiefer Graben ausgehoben werden. Wir buddelten uns im warsten Sinne des Wortes durch die Geschichte der Bunkeranlage. So mußten wir uns durch aufgeschüttete Schlacke wühlen. Abraum der Zeche Emscher-Lippe beiseite schaffen die mit Zentner schweren Naturbruchsteinen durchsetzt war. Dann folgte eine dicke Mergelschicht und anschließend wie zur Belohnung eine dicke Schicht Sand. Hier hinein wurde das Fundament aus Stahlbeton gegossen. Alles von Hand ohne Hilfe von schweren Gerät. Anschließend wurde der Grubenausbaute auf eine Länge von zehn Metern erstellt und mit Verzugsmatten versehen. Hier rauf erfolgte die Aufbringung einer Schicht von Naturbruchstein. Diese wurden dann noch mit einer dicken Folie abgedeckt und mit Steinen gesichert.








Auch das Ausräumen der Bunkergänge geht bis zum heutigen Tag weiter. Nachdem alles, was nach dem Verschluß des Bunker in den siebziger Jahren an Einrichtungen entfernt war, wurde das mit den Jahren eingeschwemmte Erdreich mit Eimern und Schubkarren vollständig ans Tageslicht verbracht. Im Moment begradigen wir die Stollensohle. Hier wird veraussichtlich im nächsten Jahr ein Betonboden gegossen werden. Teilweise muss hier auch die Kanalisation ersetzt werden, den die alte aus Tonrohren bestehende ist eingefallen und kann nicht mehr genutzt werden.




Außerdem haben wir dieses Jahr einen Brunnen angelegt. Auch dieses war nur mit Muskelkraft zu bewerkstelligen. Naiver weise gingen wir davon aus das wir schon nicht so tief bohren brauchten, doch das war eine Fehleinschätzung. Am Ende erreichten wir eine Brunnentiefe von 16 Metern ab Sohlenoberkante. Das entspricht einer Gesamttiefe von gut 19 Metern unter normal 0.


Herbert, Helmut, Bernd und Andreas beim Brunnenbohren. Die Aktion hat sich über mehrere Arbeitseinsätze hingezogen.

Die elektrische Einrichtung wurde nach Anschluß an das Stromnetz in Angriff genommen. Soll heißen, dass fast alle Gänge eine elektrische Beleuchtung bekommen haben. Leitungen und Steckdosen wurden verlegt um an den zunächst wichtigen Punkten des Stollens Strom zu haben.


Die Werkzeugleiste. Auch hier gut zu sehen unser Hauptproblem. Nässe.
Unser nagelneuer Sicherungskasten hat mittlerweile schon etwas gelitten.

Am 08.12.2011 hat Bernd ein beeindruckendes Foto geschossen. Es zeigt denn hinteren Bunkerraum mit eingeschalteter Beleuchtung während einer Arbeitspause.


Auch eine Überwachungsanlage wurde eingebaut, denn im laufenden Jahr haben diverse Langfinger sich im Bunker bedient. Auch das, so könnt ihr euch vorstellen, ist bei knappen Mitteln der Sache nicht förderlich.
    Zuletzt wollen wir noch auf unsere Museumsstücke eingehen. im Laufe des letzten Jahres haben uns immer wieder Sach- und Geldspenden erreicht. Teilweise sind wir in verschiedenen Berichten schon darauf eingegangen. Diese könnt ihr unter dem Block "Museum" nachmals nachlesen.
    Durch das Bunkerprojekt beflügelt ist auch der Bergmannsverein Bergmannsglück aufgeblüht. Die Mitgliederzahl ist wieder auf 34 Personen angewachsen. Im letzten Jahr wurden sehr viele Veranstaltungen in Datteln und Umgebung besucht. Eine davon führte uns bis ins Kalibergwerk nach Unterbreizbach in Thüringen.
    Unsere Internetseite wurde im Mai neu erstellt und ging sofort an den Start. Ein wenig stolz sind wir auch hierauf den in dem ersten halben Jahr haben wir schon über 4000 Zugriffe auf unsere neue Domain zu verzeichnen.
    Auch für das nächste Jahr haben wir uns einiges vorgenommen und werden euch auf unserer Internetseite ständig auf dem laufenden halten.
    


Wir wüschen allen Besuchern der Stollenanlage sowie unserer Internetseite ein schönes Weihnachtsfest mit viel Schnee und ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2012.

PS.Helmut läßt es sich nicht nehmen und schmückt schon mal die "Gute Stube".

Ereignisse des Jahres 2011 in Datteln!


Wer hätte das Gedacht. Schlägt man die Dattelner Morgenpost des 30.12.2011 auf, so kann man das Jahr 2011 in Bildern finden.
   Hier gibt es die wichtigsten Ereignisse und Aufreger des letzten Jahres.
   Erwähnung findet hier als erstes das Fußballspiel vom 26. Juni von Schalke 04 im Ostringstadion. Es folgt das 42. Kanalfestival mit zehntausenden von Besuchern und gleich anschließend das Eichhörnchen "Hörni" welches als Baby aus dem Nest gefallen ist.
   Als eines der größten Aufreger des letzten Jahres gilt wohl der umstrittende Abriss der Industriegebäude auf dem Ruhr-Zink Gelände.
   Weitere Erwähnung finden die Schließung des letzten deutschen Ballonherstellers Everts sowie der Umbau des alten Karstadthauses zur neuen Stadtgallerie. E. ON präsentiert am 21. Januar die neue Leitwarte des Kraftwerksblock Datteln IV.
   Der Mordfall Kandaouroff ist auch am 23. Februar weiter in den Medien vertreten.
   Dann war da noch ein Prinzenpaar des Lokalen Karnevals welches am 11.11.2011 um 11.11 Uhr geheiratet hat.
   
Aber auch das Bunkerprojekt des Bergmannsverein Bergmannsglück e.V. Datteln 1957 hat im letzten Jahr Spuren hinterlassen. Das Interesse der Öffentlichkeit an unserem Bunkerprojekt stieg im Jahr 2011 deutlich an. Unter unserem Block "Presse sowie Archiv Presse" kann man alle erschienenen Berichte nachlesen.
  

Quelle: Dattelner Morgenpost

Wollen doch mal sehen, was sich in den nächsten Monaten noch so tut.

Es geht voran !

Hatten wir in den letzten zwei Jahren den Bunker ausgeräumt: Erdreich, eingespülte Sedimente sowie Reste des alten Mobilias entfernt, so haben wir ab dem 08.03.2012 begonnen Baumaterialien in den Bunker zu verbringen. Die erste Ladung Estrich-Beton sowie Bauholz und anderes benötigtes Material wurde uns um 9.45 Uhr angeliefert.


3,2 Tonnen Material mußten per Seilbahn den Öhlmühlenbach überqueren, ehe sie in Teilen bis in den hinteren Bunkerraum verbracht werden konnten.













Am Ende der Aktion hat unser " Fuhrpark " entgültig den Dienst quittiert. Nach gut 24 Monaten harten Bunkereinsatz und ca. 20 Tonnen transportiertem Material, haben die damals angeschafften Schubkarren ihren Geist aufgegeben. So sind zum Beispiel die Griffe teilweise abgebrochen oder verbogen. Bei einer Schubkarre ist die Achse gebrochen, bei einer anderen die Ladefläche einfach abgerissen.



Eine Lösung mußte kurzfristig gefunden werden denn wir wollen den Boden des hinteren Bunkerraumes neu betonieren. Nur neue Schubkarren in einer stabielen Form kosten einiges. Geld ist wie schon mehrfach berichtet Mangelware. So kam Jochen auf die Idee, sich mit dem Leiter des Hornbach Baumarktes in Datteln in Verbindung zu setzen. Nach kurzer Schilderung des Problems, traf er hier auf offene Ohren. Nach einigen Tagen Wartezeit war es möglich, dass wir uns drei neue Bauschubkarren in einer hervorragenden Qualität kostenlos abholen konnten.


Am 22.03.2012 ging, dank Hornbach, unser neuer " Fuhrpark " in Dienst.

Am ersten Einsatztag wurden die Schubkarren gleich zu 100% gefordert. 1,8 Tonnen Material wurden hin und her gefahren.






Diese neue billig Schubkarre hat den Tag nicht überlebt.


Die erste Schubkarre Estrich-Beton
wird von Andreas verstrichen.

Bernd geht im zur Hand.
Je mehr Estrich-Beton hergestellt wird,

um so staubiger und feuchter wird die Luft.
Die Jugend hingegen hat die Ruhe weg.

Nach kurzer Zeit herscht dann völliger Nebel. Zumindest für die Kamera.
Tim ist voll bei der Sache.

An dieser Stelle wollen wir uns nocheinmal ausdrücklich bei der Firma Hornbach für die geleistete Unterstützung bedanken, denn " Es gibt immer was zu tun " im Bunker.


Quelle: Fa. Hornbach.

Das Ergebnis am Ende des 22.03.2012 läßt sich sehen. 8 Meter neuer Betonboden sind gegossen. In den nächsten Wochen folgen ca. 30 weitere Meter Boden, mit sehr hohem finanzielen und körperlichen Aufwand der Aktiven.


An dieser Stelle wollen wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass das betreten des Grundstücks ab der Heibeckstraße und der Bunkeranlage auf eigene Gefahr erfolgt. Jugendliche unter 18 Jahren können die Bunkeranlage nur in Begleitung von Erziehungsberechtigten betreten.