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Um euch das Bunkerprojekt unseres Vereins noch ein wenig näher zu bringen, hat Jochen Anfang des Jahres 2011 ein Modell im Maßstab 1:100 erstellt. Hier ran kann man die Ausdehnung der Bunkeranlage  gut erkennen. Auch die technischen Einrichtungen sowie ein Teil der ursprünglichen Möbelierung sind zu erkennen.


Zum Bau des Modell kamen verschiedene Materialien zum Einsatz. So besteht die Trägerplatte aus einer 20 mm starken Spanplatte.
Um die Wände des Bunkers darzustellen,  wurden Holzleisten verwendet. Die im Original vorhandene Ziegelmauerung wurde durch eine geprägte Pappe aus dem Modellbauzubehör dargestellt. Außerdem fanden 3000 einzeln verklebte Tonziegel Verwendung. Zur Darstellung des Abraums der Halde wurde Gleisschotter für die Modelleisenbahn genutzt. Die Bänke wurden aus geviertelten Streichhölzern erstellt und mit Holzleim verklebt.  

Beginnen wir mit unserer Führung durch das Modell im Bereich des Haupteingang zur Heibeckstraße hin.
Hier betreten wir hinter dem neu erstellten Eingangstor einen Gang mit einer Länge von 420 cm sowie eine Höhe von 210 cm. Als nächstes folgt das Treppenhaus. Es geht 10 Stufen in die Tiefe. Auf einen Treppenabsatz wenden wir uns nach rechts und es folgt erneut eine Treppe mit 9 Stufen. Wir erreichen eine Tiefe von minus 320 cm unter NN. Hier wenden wir uns zweimal nach links. Zunächst fällt der massive Metallrahmen einer ehemaligen Tür ins Auge. Dahinter folgt ein 370 cm langer Gang, der am Ende ebenfalls von einem Türrahmen aus Metall begrenzt wird.    

Eingang zur ehemaligen Wetterschleuse!
Wetterschleuse! Hier haben wir unseren Schleifkorb zur Grubenrettung untergebracht.

Diese Türenfolge war eine Wetterschleuse. Nun treten wir in den Hauptgang der Stollenanlage. Nach rechts führt ein 28.90 Meter langer Gang zum eigentlichen Bunkerraum. Links sind zwei Toilettenräume zu erkennen. Ebenfalls auf der linken Seite ist ein großer Schieber eingebaut. Dieser war zur Bewetterung der Anlage sicherlich unverzichtbar. Wir folgen dem Hauptgang geradeaus. Dieser Gang erstreckt sich auf eine Länge von 62.60 Meter.

Drehschieber zur Bewetterung

Treten wir in den Gang ein, so fällt im Bodenbereich zunächst unsere neu erstellte Wasserhaltung ins Auge. Diesen Schacht haben wir Anfang 2011 nach der Schneeschmelze erbaut. Zu diesem Zeitpunkt stand der gesamte Bunker 20 cm unter Wasser.Der Schacht ist mit einer Pumpe ausgestattet, die das überflüssige Wasser abtransportiert. Auf den zweiten Blick erkennen wir den zur Sicherung des Gewölbes eingezogenen Polygonausbau. Hierzu haben wird im Original Kiefernstämme verwendet.

Schacht um das Grundwasser zu sammeln und abzupumpen.
Polygonausbau im Hauptgang

Der von uns betretene Hauptgang des Stollens wird noch auf voller Länge mit einem bergmännischen Ausbau ergänzt. Zur Sicherung des Gewölbes ist dieser Einbau unbedingt erforderlich denn in der Firste (Decke) ziehen sich tiefe Risse durchs Mauerwerk. Er wird eine Länge von gut 50 Metern erreichen.

Der Hauptgang!

Hier einige Bilder des Hauptgangs vor dem Ausräumen.

Im Hauptgang durchzieht die Firste (Decke) ein langer Riß.
Hier kann man teilweise eine ganze Faust hinein stecken.

Hier zu erkennen sind noch alte Rohre der Bewetterung.
Riß im First (Decke) in einer Großaufnahmen.

Hauptgang nach dem Ausräumen am 26.07.2011.

Wir sind am Ende des Ganges angekommen. Links können wir wieder zwei Toilettenräume erkennen. Geradeaus geht es ins zweite Treppenhaus welches zum Ausgang am Mühlenbach führt.

Das hintere Treppenhaus zum Mühlenbach.
hier kann man die zwei Toilettenräume am Ende des Hauptgangs erkennen.

Auf den folgenden Fotos sind die hinteren Toilettenräume sowie der Eingang zum zweiten Treppenhaus zu erkennen.


Blick vom Hauptgang ins hintere Treppenhaus.
Blick aus dem Treppenhaus in den Hauptgang.

Nun wenden wir uns nach rechts. Im hinteren Quergang hat sich eine weitere Bewetterungsanlage erhalten. Auch hier finden wir einen großen Drehschieber.

Gerade noch im dunkel zu erkennen ist hier die zweite Bewetterungsanlage.

Die Belüftungsanlage von der anderen Seite. Gut zu erkennen ist der Drehschieber.

Hier kann man die Eingänge der kleineren Bunkerräume erkennen.
Diese waren vermutlich als Lagerraum oder Büro genutzt.

Auch dieser Gang hatte seitlich rechts an den Wänden Sitzmöglichkeiten zum herunterklappen montiert. Genau wie sein Gegenstück im Bereich des Haupteingangs mißt er eine länge von 28.90 Meter und führt am Ende in den Hauptraum.

Hier im Modell zu sehen ist der hintere Bunkerraum.

Im hinteren Bunkerraum befanden sich die größte Anzahl an Sitzplätzen. Hier hatten auf gut 50 Bänken ca. 500 Personen platz. Von allen in der Entstehungszeit eingebauten Bänken hat sich nur eine einigermaßen erhalten. Diese können wir auf dem folgenden Bild rechts ausmachen.

Modell einer Bank im Maßstab 1:20. Sie war im Original ca. 150 cm breit und bot 6 Personen Platz.
Original Bank des Bunkers. Diese ist 200 cm breit und 8 -10 Personen hatten auf ihr Platz.

Schauen wir uns nun den Hauptraum des Bunker noch einmal genauer an. Hier haben wir eine kleine Auswahl an Fotos, die in den letzten Monaten entstanden sind.





Die ausräumarbeiten Arbeiten haben am 27.07.11 weite Fortschritte gemacht.
Ein wunderschönes Farbenspiel!

Am Ende des großen Bunkerraums wenden wir uns nach rechts. Beschreiten wir diesen Gang so fallen uns auf der rechten Seite drei Räume auf. Hierbei wird es sich, genau wie im hinteren Quergang um Büro- oder Lagerräume gehandelt haben. Hier lagern unsere Materialien und Werkzeuge. Außerdem haben wir in dem größten Raum, der im Modell gut zu erkennen ist,  einen Brunnen angelegt. Dieser erreicht eine Tiefe von 16 Metern. Auch sind hier die neu eingebauten elektrischen Anlagen montiert.  


Hier lagern Distanzeisen sowie Schleuche.
Verzugmatten die wir im Moment nicht brauchen, sind im zweiten Raum gelagert.

Die Werkzeugleiste. Auch hier gut zu sehen unser Hauptproblem. Nässe.
Unser nagelneuer Sicherungskasten hat mittlerweile schon etwas gelitten.

Herbert, Bernd und Andreas beim Brunnenbohren.

Wir behalten die Richtung bei und sind nach kurzer Zeit wieder im Hauptgang, unserem Ausgangspunkt angelangt. Wir wenden uns nach links und verlassen den Bunker durch die Wetterschleuse und dem Treppenhaus. Nun hat uns das Tageslicht wieder.
Wir laden euch an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich ein, unsere Stollenanlge zu besuchen. Es sind Eindrücke die man sicher nicht so schnell vergißt.
Anmeldungen unter den im Impressum angegebenen Telefonnummern.