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Das Entstehen der Zeche Emscher-Lippe bis hin zur Schließung der Schachtanlagen, sowie der Abriß aller Übertage-Förderanlagen zieht sich über einen Zeitraum von 94 Jahren hin.

  • 1878

Mutungsbohrungen in den Feldern Emscher-Lippe 1-5.

  • 1901

Die in der Vergangenheit erkundeten Kohlefelder gehen in den Besitz der Firma Friedrich Krupp in Essen. In Zusammenarbeit mit dem Norddeutschen Lloyd-Bremen ersteht Krupp die Kohlefelder Hohenzollern 1-6.

  • 1902

Am 17. Oktober gründen Krupp und der Norddeutsche-Lloyd-Bremen gemeinsam die " Gewerkschaft der Steinkohlezeche Emscher-Lippe "

  • 1902

Teufbeginn von Schacht 1.

  • 1903

Teufbeginn von Schacht 2.

  • 1904

Das Steinkohlegebirge wird erreicht. Wassereinbrüche behindern die Arbeit. Schacht 1 kann gesümpft werden.

  • 1906

Die erste Kohle wird gefördert. 8248 Tonnen mit 230 Belegschaftsmitgliedern.

  • 1907

Abteufbeginn von Schacht 3. Verstärkter Ausbau der Tagesanlagen.

  • 1908

Die ersten Koksofenbatterien von 75 Abhitzöfen werden auf Schacht 1/2 in Betrieb genommen.

  • 1910/11

Bau weiterer Koksofenbatterien.

  • 1910

Absaufen von Schacht 3 bei 470 Meter und Sümpfen.

  • 1912

Schacht 1/2 Ausrichten der 3.Sohle durch Gesenke. Schacht 3: Durchschlag mit der Sohle bei 650 Metern Tiefe aufgefahren von Schacht 1/2. 1. Sohle wurde nicht angesetzt. Förderbeginn auf Schacht 3.
Teufbeginn auf Schacht 4.
Die Benzolgewinnung in der Kokerei wird aufgenommen.
Meister- und Beisenkampsiedlung werden eingeweiht.

  • 1913

Schacht 3 Ansetzen der 3. Sohle bei 750 Metern.
Tieferteufen der Schächte 1 und 2 bis zur 3. Sohle.

  • 1915

Schacht 4: Tieferteufen bis zur 3. Sohle und Inbetriebnahme als Wetterschacht.

  • 1916

Stilllegung von Schacht 3/4 wegen Arbeitskräftemangel im ersten Weltkrieg.

  • 1915/16

Ausbau der Schachtanlage 3/4 und des Hafens am Dortmund-Ems-Kanal. Baubeginn einer Kokerei mit 100 Öfen.

  • 1919

Wiederbeginn des Abbaues auf Schacht 3/4. Die Kohle wird untertage zur Förderung zum Schacht 1/2 verbracht.

  • 1925

Der Norddeutsche-Lloyd-Bremen verkauft seine 500 Emscher-Lippe Kuxe an die Phönix A.G., die sie in die Vereinigte Stahlwerke A.G. in Düsseldorf einbringt.

  • 1926

Teufbeginn von Schacht 5.

  • 1928

Die Gewerkschaft Emscher-Lippe geht zu 100% in das Eigentum der Firma Friedrich Krupp über.

  • 1929

Schacht 5: Durchschlag in der 3. Sohle. Identisch mit der 3. Sohle von Schacht 1/2, von dort wurde sie aufgefahren.
Emscher-Lippe übernimmt die Belieferung der Gemeinde Datteln und Erkenschwick mit Gas.

  • 1930/32

Auf der Schachtanlage 1/2 wird eine neue Zentralkokerei von 90 Großraumöfen errichtet.

  • 1932

1.9. Fördereinstellung Schacht 3/4 wegen der Weltwirtschaftskrise.

  • 1937

Tieferteufen von Schacht 5 bis zur 4. Sohle bei 855 Metern.

  • 1938

Tieferteufen von Schacht 3 bis zur 4. Sohle bei 860 Metern.
Ausbau der Kraftswerkanlagen.

  • 1943

Mit 1.84 Millionen Tonnen erreicht die Zeche die höchste Jahresförderung seit ihrem Bestehen. Am 9. November erfolgt der erste Luftangriff auf die Schachtanlagen.

  • 1943

Bau der Stollenanlage an der Heibeckstraße. " Bunkerprojekt Datteln ".

  • 1945

9. , 14. und 17. März große Bombenangriffe auf die Zeche Emscher-Lippe, die Schachtanlagen werden zerstört. Die Pumpen setzen aus, Wasser  überflutet Sohlen und Streben. Plünderer setzen das stark bombenbeschädigte Verwaltungsbebäude in Brand. Am 2. April besetzen US-Truppen Datteln. Am 1. Juni wird die Förderung wieder aufgenommen.

  • 1947

Schacht 5: Ansetzen der Sohle 5 bei 950 Metern und der Sohle 6 bei 1050 Metern.

  • 1951

Anpachtung des Feldes Haard.

  • 1953

Am 16. Oktober wird die Gewerkschaft Emscher-Lippe, auf Anordnung der Alliiertenkommission in eine selbstständige Gesellschaft umgewandelt.
1. Dezember: Emscher-Lippe übernimmt die Gasversorgung der Orte Lüdinghausen, Dülmen und Borken.

  • 1954

Am 6. Oktober wird mit Wirkung vom 1. Oktober 1953 die bisherige Gewerkschaft in die " Emscher-Lippe Bergbau Aktiengesellschaft " umgewandelt und der Bergwerksgesellschaft Hibernia A.G. Herne angegliedert.
Hibernia erteilt Emscher-Lippe die Genehmigung die Kohlefelder " An der Haard " abzubauen. Beendigung der Arbeiten für die Zentralisierung der Kokserzeugung auf der Schachtanlage 1/2.

  • 1955

1. Juli Emscher-Lippe erwirbt einen Teil des Hiberniafeldes " An der Haard ". Die Produktionsgrundlage der Schachtanlage wird dadurch auf Jahrzehnte hinaus sichergestellt.
Die Produktion der neu errichteten Schwefelsäurefabrik läuft an.

  • 1957

Im Mai übernimmt die " Phönix Rheinrohr A.G. vereinigte Hütten und Röhrenwerke " Düsseldorf von der Hibernia 51 % der Aktien der Emscher-Lippe A.G., um ihre Koksbasis zu erweitern. Die Phönix-Rheinrohr A.G. wird später von der Thyssenhütte A.G. übernommen.

  • 1957/58

Erweiterung der Kokerei 1/2 um die Batterie von 25 Öfen.

  • 1960/64

Abteufen von Schacht 6.

  • 1968

November: Die Ruhrkohle wird gegründet.

  • 1970

Aufschluß des Nordfeldes.

  • 1971

Nordfeld erheblich gestört. Beschluß Stilllegung der Zeche.

  • 1972

Am 25.2. Stilllegung der Schachtanlagen.
Schacht 6 kommt zur Schachtanlage Ewald-Fortsetzung in Oer-Erkenschwick.

  • 1975

15. Dezember: Die Kokerei Emscher-Lippe 3/4 wird stillgelegt.

  • 1983

30. November: Die Kokerei Emscher-Lippe Schacht 1/2 wird stillgelegt.

Anschließend erfolgt der Abrieß der Zechenanlage.
Einige Gebäude werden noch heute gewerblich genutzt.

Eine Zusammenstellung aus " Erinnerungen an ein Bergwerk" von Reinhold Grau

  • 2011

03.November: Der Abriß der letzten baulichen Einrichtung von Emscher-Lippe 3/4, die Hafenanlage, wird mit Einrichtung der Baustelle begonnen. Sie muß dem Bauprojekt "Dattelner Wasserstadt" Platz machen.
Siehe auch hierzu den Zeitungsbericht vom 04.10 2011 der Dattelner Morgenpost unter dem Block "Standpunkte".