Archiv 2012 -  bergmannsglück-datteln.de

Startseite Vorwort Vorstand/Aktive Geschichte Das Brandunglück Erinnerungen Ehrenmitglied Geschichten Hl. Barbara Der Bergkittel Der Kragenspiegel Termine Werkzeuge Kohlenkinder Bunkerprojekt Auszeichnung Bunkeröffnung -1 Bunkeröffnung -2 Herzlichen Glückwunsch -13 Bunkermodell Sponsoren Bunkerprojekt Jahresabschluß -13 Weihnachtsmarkt -13 Festlich, festlich -13 Streckenvortrieb -13 Die Sechste im Bunde-13 Nummer 5 lebt -13 Patronatsfest -13 Brockhauser Tiefbau -13 Archiv 2013 Archiv 2012 Archiv 2011 Archiv 2010 Archiv 2009 Archiv Presse Presse Gästebuch Zeche Emscher-Lippe Betriebszeit Schacht 6 Standpunkte Spurensuche Links Kontakt

2012

hat gerade begonnen und am 03.01.2012 haben wir schon unseren ersten Höhepunkt des Jahres zu vermelden.
   Im Laufe des letzten Jahres kristallisierte sich immer mehr heraus, dass wir für unser künftiges Bunker- und Bergbaumuseum in der Stollenanlage einen dicken Fisch an der Angel hatten. Lothar Scholz ( Gustav ) hatte einen Kontakt zur ehemaligen Bergberufsschule in Recklinghausen an der Kölnerstraße hergestellt. Hier sind die Lehrmittel zur Ausbildung von Bergleuten überflüssig geworden. Die Ausbildung zum Bergmechaniker wurde hier vor gut vier Jahren eingestellt, denn das Berufsbild des Bergmanns hat sich zum hochtechnisierten Arbeitsplatz gewandelt. So werden heute zur Bedienung der Computergesteuerten Maschinen Mechatroniker gebraucht. Der Direktor Herr Koschei hatte Lothar Scholz zugesagt, dass alle noch vorhandenen Materialien, die für unser Projekt wichtig sein können, in unsere Hände übergehen sollten.
   Nun war der Tag gekommen , an dem wir uns auf den Weg machten, unsere "Beute" abzuholen. Mit großer Erwartung standen wir vor der Eingangstür des Ausbildungszentrums des TÜV Nord, "Ehemals RAG Bildung". Die Luft kniesterte, als sich die Tür öffnete und uns Herr Koschei begrüßte. Wie kleine Kinder vor der Bescherung waren wir gespannt, was jetzt auf uns zukam. Was dann folgte, übertraf alles von uns erwartete.
   Außer Lehrbüchern, Fotodokumenten und schriftlichen Unterlagen waren da Anschnittmodelle in großer Zahl zu erblicken. Außerdem bekamen wir ein großes Modell eines Doppelwalzenlagers. Dann war da noch eine große Sammlung von 17-mm-Filmen, die zur Ausbildung der künftigen Bergleute gebraucht wurden.
   Alle uns zur Verfügung gestellten künftigen Museumsstücke mussten sorfältig verpackt und in unsere Fahrzeuge verladen werden. Um Beschädigungen zu vermeiden, musste dieses mit sehr viel vorsicht geschehen.
   Nachdem wir in Datteln zurück waren, mussten die Gegenstände verstaut werden. Da die Möglichkeit der Lagerung im Bunker noch nicht gegeben ist, haben sich die einzelnen Artikel auf das ganze Stadtgebiet verteilt. Jeder von uns hat, das was er verstauen kann, zunächst mit nach Hause genommen. Was nun ansteht, ist eine Katalogisierung der künftigen Ausstellungsstücke. Der Zustand muß dokumentiert und eine Fotodatei angelegt werden. Dieses wird sicher einen Großteil der Zeit in den nächsten Monaten in Anspruch nehmen. In den Blöcken Museum, Literatur und Dokumente werden wir über unsere Neuzugänge ausfühlich berichten. Am Anschluß noch eine kleine Auswahl an entstandenen Bildern wärend des Abtransportes.
   




Zu Besuch im Bergbau & Geschichts-Museum in Oer-Erkenschwick


Einer Einladung ins Bergbau & Geschichts-Museum nach Oer-Erkenschwick kam der Bergmannsverein Bergmannsglück e.V. Datteln 1957 am 02.02.2012 nach.


Wir danken den Aktiven des Museums für die Gastfreundschaft. Von links Fritz Buresch, Markus Pliska, Gabi Wojtkowski, Peter Thamm sowie Johannes Kaszuwowski.

Von außen nicht zu vermuten, von innen kaum zu glauben.
Was die Aktiven hier in den letzten 10 Jahren auf die Beine gestellt haben sucht seines gleichen. Mit wieviel Herzblut hier eine Ausstellung zusammengetragen wurde kann man an jeder Kleinigkeit sehen. Hier hat man den Eindruck, dass jeder nochso achtlos hingelegter Schraubenschlüssel genau an diese Stelle gehört. Der Förderbetrieb, so meint man, kann jeden Moment wieder los gehen. Mit einigen Impressionen der Ausstellung möchten wir euch empfehlen diesen geschichtsbehafteten Ort zu besuchen. Selbst der weiteste Weg sollte sich lohnen.














Auch eine Bergmannswohnung aus den 1950er Jahren konnten die Aktiven für ihr Museum im Beisenkamp in Datteln vor einiger Zeit retten. Vollständig steht sie jetzt hier und vermittelt den Eindruck der guten alten Zeit. Ja, wir glauben so etwas wie Nestwärme spüren zu können beim Anblick dieser Räume.



Nach Beendigung des Rundgangs versammelten wir uns in der "Revier-Bude". Hier wurde wurde noch ein wenig über alte Zeiten geklöhnt.



- Bergbau- und Geschichtsverein Oer-Erkenschwick e.V.

Vorstandswahlen im Bergmannsverein Bergmannsglück e.V. Datteln 1957

Am 10.02.2012 war es soweit, nach achtzehn langen Jahren gab der erste Vorsitzende des Bergmannsvereins Bergmannsglück e.V. Datteln 1957, Helmut Neuhaus, den Vorsitz an seinen Nachfolger Peter Jockheck ab. Mit ein wenig wehmut schaut Helmut Neuhaus auf die letzten Jahre zurück. Zu guter letzt hat der Verein unter seiner Führung, aufgrund des Bunkerprojektes von Herbert Müller, neu an Stärke gewonnen. Zahlreiche Mitglieder hat der Weltkriegsbunker in den letzten zwei Jahren in den Verein gespült. Die Mitglieder bedankten sich bei Helmut Neuhaus für die von Ihm geleisetete Arbeit und wüschen für die Zukunft alles gute.
Als einfaches Mitglied bleibt er weiterhin dem Verein verbunden.   

Helmut Neuhaus übergibt das Amt des ersten Vorsitzenden an Peter Jockheck.


Der neue Vorstand des Bergmannsverein Bergmannsglück e.V. Datteln 1957 stellt sich wie folgt da:
1. Erster Vorsitzender, Peter Jockheck
2. Zweiter Vorsitzender, Jürgen Taplikowski
3. Projekt- und Museumsleiter, Herbert Müller
4. Stellvertretender Projekt- und Museumsleiter, Jürgen Taplikowski
5. Kassenwart, Dennis Theisen
6. Schriftführer, Jochen Schwarm
7. Kassenprüfer und Fahnenträger, Andreas Schneider
8. Kassenprüfer und Fahnenträger, Uwe Reinsch
9. Fahnenträger, Bernd Murza

Maibaum 2012

Es ist wieder soweit, die Saison hat begonnen. Die erste Veranstaltung in diesem Jahr, zu der wir eingeladen wurden, ist begangen. Am 28.04.2012 wurde der Maibaum der Bürgerschützengilde Meckinghoven am Meckinghover Marktplatz an der Castroper-Straße aufgestellt. Eine Abordnung unseres Bergmannsvereins war in festlichen Bergkitteln angetreten um das Fest zu begleiten.

Hier sollten nun einige schöne Fotos des Festes erscheinen, doch leider hat die Kamera ihren Geist aufgegeben und alle gemachten Fotos sind verloren gegangen. Wollen sehen ob sie zu retten sind.


Leider waren die Fotos nicht mehr zu retten. Somit bleibt dieser Block für alle Zeit unvollständig. Schade!!!!!!!

1. Mai 2012

Der Mai ist gekommen ......
6.30 Uhr,Emil Emscher schreckt auf.Nach einer unruhige Nacht geht ein Gewitter über Datteln nieder. Es blitzt, donnert und regnet wie aus Kübeln.
   Gökhan Tonguc, Vorsitzender des DGB Ortsverbandes Datteln, ist aufgrund der guten Erfahrung aus dem letzten Jahr im Februar auf uns zugekommen und hatte angefragt, ob wir erneut das Catering während der Maifeier am Hermann-Grochtmann-Museum übernehmen würden.
   Wir stimmten dem zu. Sofort gingen wir in die Planung über.
   Einkäufe wurden in den letzten Apriltagen getätigt. Steht nun wegen des Regens am 1. Mai alles auf der Kippe. Emil und seine Kollegen vom Bergmannsverein sehen sich schon kugelrund und wohlgenährt in der Ecke liegen. Würden die Gäste trotz des Regens kommen?
   Sie kamen, denn mit fortschreitender Tageszeit wurde der Himmel immer heller. Zu Veranstaltungsbeginn um 11.00 Uhr schien dann pünktlich die Sonne.
   Jeder der aktiven Helfer bekam seinen Posten zugewiesen.   
   

An der Kasse: Marion und Jochen!

Am Grill: Andreas und Bernd!

Bei den Getränken: Karl-Heinz,Uwe, Bernd und Maximilian!

Die Bedienung beim Kaffee und Kuchen übernehmen die Damen vom Hermann-Grochtmann-Museum und Petra, sowie unser Gast Birgit.

Repräsentation des Bergmannsvereins Bergmannsglück e.V. Datteln 1957: Peter, Jürgen und Herbert! Peter  hier mit Bürgermeister Wolfgang Werner.

Nach der Eröffnungsansprache von Gökhan Tonguc folgte mit einem Grußwort unser Bürgermeister Wolfgang Werner.
   Der ehemalige 1. Bevollmächtigte der IG Metall Recklinghausen, Gisbert Schalla hielt die Mairede. Informationen gab es dann bis zum Ende des Festes um 15.00 Uhr. Karl-Heinz Hölscher und Hans-Dieter Krzyzostaniak waren für die Unterhaltung zuständig.
  Auch anderer hochkarätiger Besuch hatte sich sehen lassen. So war neben dem SPD Vorsitzenden der Stadt Datteln, Hans-Peter Müller, auch Landrat Cay Süberkrüb anwesend.












Kokerei Hansa in Dortmund-Huckarde

Am 17.05.2012 ist Emil Emscher mit seinen Kumpeln und Kumpelinen das erste mal unterwegs um euch die Industriegeschichte des Ruhrgebiets näher zu bringen. Wir treffen alte Freunde und machen uns ein Bild von dem ehemaligen Industriestandort Kokerei Hansa in Dortmund-Huckarde. Ausflüge dieser Art werden wir in der Zukunft immer wieder einmal in lockerer Reihenfolge unternehmen.


Der erste Blick auf die Kokerei Hansa werfen wir auf die alten Kühltürme der Industrieanlage. Sie sind nur noch ein Schatten ihrer selbst. Außer ein Stahlgerippe ist nichts mehr von ihnen übrig geblieben. Noch im letzten Jahr hatten sie eine Holzverschalung die mitlerweile entfernt werden mußte.
   Die Kokerei Hansa wurde im Jahr 1927/28 erbaut. Wegen unumgänglicher Rationalisierungsmaßnahmen und Unternehmenskonzentrationen war diese neue Anlage erforderlich geworden. Aus den benachbarten Bergwerken wurde die Kohle hierher gebracht und zu Kokskohle weiter verarbeitet. Sie wurde für das Hüttenwerk Dortmunder Union dringend benötigt.
   Zunächst waren zwei Koksbatterien in Betrieb. Diese produzierten bis zu 2200 t Koks pro Tag. Im Laufe der Jahre wurde die Anlage bis 1968 immer wieder vergrößert. Zuletzt wurden 5000 t Koks am Tag produziert.
   Ab dem Jahr 1980 verlor die Anlage an Bedeutung. Die Strukturkriese im Bergbau und in der Stahlindustrie führte dazu, dass am 15. Dezember 1992 die letzten in Betrieb befindlichen Anlagen geschlossen wurden. 1000 Menschen verloren hierbei ihre Arbeit.









Marion Taplikowski bei Kontrolle der Produktionsdaten (li.), und Manfred Stellmach mit Jürgen Taplikowski in der Kompressorenhalle der Kokerei Hansa.





Heute ist die Kokerei Hansa ein Industrie-Denkmal. Die Anlage ist eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Dortmund. Dafür sind mehrere Gründe zu nennen. Zunächst einmal ist die Technik der 1920er und 30er Jahre hier weitgehend unverfäscht erhalten geblieben.Zum anderen handelt es sich bei der Kokerei Hansa  um die letzte erhaltene Zentralkokerei dieser Zeit. Auch für die Entwicklung des Stadtteiles Dortmund Huckarde ist diese Anlage bestimmend gewesen. Ferner gehört das Gelände mit seinen historischen Bauten zur Route der Industriekultur, die durchs gesammte Ruhrgebiet führt.

An mehreren Tagen im Jahr finden in der alten Waschkaue der Kokerei Hansa Börsen und andere Veranstaltungen statt. Wir hatten bei unserem Besuch Glück. Am Vatertag wurde eine Grubenlampenbörse veranstaltet. Hierbei trafen wir auf alte Freunde.


von links: Museumsleiter der BUV-Kleinzeche Max Rehfeld, Hartmut Wassermann und (zweiter von rechts) Museumsleiter der BUV-Kleinzeche, Max Rehfeld sowie der erste Vorsitzende der BUV-Kleinzeche Dr. Martin Kaufmann rechts.


IGBCE Datteln besucht das Bunkerprojekt


Der Ortsverband des IGBCE Datteln besuchte am 25.05.2012 das Bunkerprojekt an der Heibeckstraße. Unter Leitung ihres Vorsitzenden Ghökan Tonguc ließen sich die Mitglieder auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit mitnehmen. Aber auch der Fortschritt der Arbeiten waren ein zentrales Interesse der Gästegruppe. Herbert, unser Projektleiter, sowie einige Aktive rund um das Bunkerprojekt standen bereit die neugierigen Fragen zu beantworten.
   



Wie es mitlerweile zur guten Angewohnheit geworden ist, fand im Anschluß der Besichtigung der Stollengänge ein gemütliches Grillfest statt. Hier war Zeit sich näher kennen zu lernen und sich auszutauschen.
   

Bergwerk Wald II

Emil Emscher ist unterwegs im Naturpark Hohe Mark Westmünsterland. Sein Ziel "Bergwerk Wald II". Er startet am Wanderparkplatz am Forsthaus Küsberg an der Recklinghäuserstraße in Oer-Erkenschwick.


Wunderschön gelegen am Waldrand der Haard, zeigt es ihm den Weg. Die Luft ist geschwängert vom Duft der meterhoch an den Wegen gestapelten frisch geschlagenen Kiefern.


Zu seiner Orientierung hat er sich eine Karte des Waldgebietes eingepackt.


Hier ist grob der Standpunkt des Berwerk Wald II eingezeichnet.
   Trotz aller Sorgfalt biegt Emil falsch ab. Dieses bemerkt er aber erst recht spät. Der Weg auf dem er sich befindet, so stellt er fest, führt ihn zum Stimberg mit einer Höhe von 151,5 Metern.
   Das laufen auf dem sandigen warmen Boden ist angenehm, aber auch sehr ermüdent. Er muß zurück. Einen schmalen Pfad folgend geht es steil bergab. Wie zum Trost hat die Natur noch ein paar Überraschungen für Emil parat.


Am Ende des steilen Pfades angekommen biegt er nach links ab und kommt nach gut 15 Minuten an eine Wegkreuzung, dem Birkentor. Nichts spektakuleres, aber man sollte es gesehen haben.
   Wir nähern uns unserem Ziel. Nach weiteren 15 Minuten liegt rechts im Wald versteckt ein Holzzaun. Hier, so sagt sich Emil bin ich richtig. Er erkennt eine Infotafel am Wegesrand stehen. Das Ziel ist erreicht.




Tausende von Mücken tanzen in der kühlen Grotte vor der Heiligen Barbara nach einer nicht zu vernehmenden Musik.

Worum handelt es sich hier?
   Im Jahr 1992 erstellten die Auszubildenden des Bergwerks Haard dieses Stollenmundloch. Hiermit wollte man verdeutlichen, dass schon vor mehr als 152 Jahren Bergbau in der Haard  betrieben wurde.
  1860 wurde im Namen seiner Durchlaucht des Herzoges Prosper Ludwig von Arensberg, Standesherrn der Herrschaft Recklinghausen die Bauwürdigkeit der Braunkohlelagerstätte sowie das Freilegen des begehrten Feldes dem Herrn Refrendar Peter Averbeck zu Recklinghausen genehmigt. Unter Einhaltung der Gesetze und Abführung von anfallenden Steuern erhielt er den bergrechtlichen Schutz.
   Unter der Schachtbezeichnung "Wald II" wurde dann die Braunkohleförderung aufgenommen.

Am 02.06.2012 trat der Bergmannsverein Bergmannsglück e.V. Datteln 1957 mit einer Gesangseinlage beim Rathausfestival in Datteln im Rahmen des !SING "Day of Song" auf.


Der Startschuß zum "Day of Song" kam über Radio aus Oberhausen.
Der Organisator und Moderator für Datteln, Stephan Pietzko, hatte die Massen in der Fußgängerzone auf der Hohen Straße ab 12.10 Uhr im Griff.
   Unter Führung vieler Dattelner Chöre ließen sich auch Passanten anstecken und sangen einfach mit.
   Nach dem "Steigerlied" folgte das Volkslied "Die Gedanken sind frei". Am Anschluß gab es dann das Lied "Ein schöner Tag".
   Zu guter letzt, wurde das Lied zum "Day of Song" Sing, Sing, Sing geschmettert. Alle Anwesenden waren begeistert und freuten sich auf die Fortsetzung ab 15.00 Uhr auf der Rathauswiese.   




In der Zentrale der Technik, Stephan Pietzko. Von hieraus steuert er die Veranstaltung auf der Rathauswiese in Datteln.


Bis in den späten Abend hinein wurde hier ein buntes Musikprogramm geboten. Es war für jeden was dabei, es blieben keine Wünsche offen.










Das letzte Lied des offiziellen Programms am Abend war genau wie das erste Lied um 12.10 Uhr das Steigerlied, vorgetragen durch unseren Bergmannsverein. Unterstützt wurden wir von allen anwesenden Gästen.

Seinen Ursprung hat der "Day of Song" mit der ersten Veranstaltung dieser Art während der Kulturhauptstadt 2010 in der Metropole Ruhr. Unserem Bergmannsverein in guter Erinnerung mit der Aktion Schachtzeichen, (siehe Archiv 2010), an der wir teigenommen hatten.
   Im gesammten Ruhrgebiet fanden in der Zeit vom 03.06.2010 bis zum 06.06.2010 unter Teilnahme von 600 Chören und über 26000 Sängerinnen und Sängern mehrere Veranstaltungen statt.
   Die Kombination aus !Sing City mit ihrer Schiffsparade auf dem Rhein-Herne-Kanal. Den Konzerten der !Ising Twins, bei denen Gastchöre aus den europaischen Partnerstätten in den Pott kamen und nicht zu Vergessen !Sing Europe, das mehrstimmige Konzert in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen.
    

Weltmeister in Datteln 2012


Zu einem Benefizspiel trafen die Uwe Seeler Traditionsmannschaft und die Allianz for Kids & Eintracht Allstars aufeinander. In der Vergangenheit waren die Traditionsteams von Dortmund (2009) und Schalke (2010) zu Besuch in Datteln. Nach diesen Spielen wurden insgesammt 21111.- € für die Elterninitiative Krebskranker Kinder gespendet. Für dieses Jahr hat man sich mehr vorgenommen. Über 100 ehrenamtliche Helfer haben der Veranstaltung zum Erfolg verholfen. Geschätzte 1000 Besucher waren am Samstag am Südringstadion der Eintracht um die Prominenten Kicker zu sehen.
   Fußballgrössen wie Olaf Thon, Roy Präger, Fank Mill, Dariusz Wosz und Maurizio Gaudino gaben sich die Ehre.  

Während der Halbzeit des Spiels hatten wir unseren Auftritt im Rahmen des zweiten "Day of Song". Nachdem unser erster Vorsitzender Peter Jockheck Fragen bezüglich der Betriebszeit der Zeche Emscher-Lippe 1-4 und unserem Bunkerprojekt beantwortet hatten, trugen wir das Steigerlied vor. Das Endergebnis des Fussballspiels das in Halbzeiten zu jeweils 65 Minuten gespielt wurde, lag bei 10:6 für die Gäste. Gewonnen haben unterm Strich aber alle.










In dieser Runde gab Olaf den Thon an. Nach Ende des Spiels konnten wir ihn in unserer Mitte begrüßen.

Totalschaden meines Computers

Die Besucher unsere Internetseite haben sicher bemerkt, dass sich seit dem 04.06.2012 nichts mehr auf unsere Domain geändert hat. Das lag nicht daran das nichts mehr los ist im Bergmannsverein, sondern an der Tatsache das mein verwendeter Computer einen kapitalen Totalschaden hingelegt hat. Nach einem Wassereinbruch auf der ersten Sohle ist der gesamte Schacht abgesoffen und nichts ging mehr.
  Mit viel Zeit und Mühe ist es mir mit Hilfe einiger Experten gelungen die in den letzten Jahren erstellten Datein (ca. 2000 Fotos)  zu retten.
  Nun stand natürlich die Neuanschaffung eines Computers an. Entschieden habe ich mich dann zunächst für einen Laptop. Mit ihm bin ich flexibler wie mit einem stationären Gerät. Eine Entscheidung die auf jedem Fall die richtige war. Nichts desto trotz mußte noch ein zweites Gerät zur Sicherung angeschaft werden. Wäre schade wenn die Datein verloren gingen. Außerdem haben wir die Fotodatei auf weiteren Rechnern im Verein zur Sicherheit hinterlegt.
  Mit diesen Maßnahmen hoffen wir für die Zukunft vorgesorgt zu haben.


Hurra, die nächsten Nächte um den entstandenen Rückstand aufzuholen sind gerettet.


Jochen Schwarm
    

Dattelner Fronleichnamprozession 2012

Wurde Fronleichnam im letzten Jahr in der St. Josef-Kirche gefeiert, trafen sich die Gläubigen in diesem Jahr in der St.Antonius-Kirche. Pfarrer Martin Limberg und Pater Johny Vettathu hatten zur Fronleichnamsprozession geladen und mehr als 300 Gläubige nahmen daran teil. Anwesend um die Bläsergruppe um Apotheker Mönninghof, waren verschiedene Fahnenabordnungen von Schützengilden und kirchlichen Vereinen sowie des Bergmannsverein Bergmannsglück e.V. Datteln 1957.
  Zum letzten Mal, wurde bei wunderschönem Wetter die Kirche zu dieser Feier verwendet. Im Oktober diesen Jahres wird die St. Antonius Kirche zum Kolumbarium umgewandelt.
  Über drei Altare, dessen erster im Hof der Amarita Seniorenresidenz aufgebaut wurde, führte die Prozession durch Hachhausen. Nach dem Abschlußgottesdienst im Kirchenraum am Westring lud Pfarrer Martin Limberg die Gemeinde zum Treffen vor dem Gemeindehaus ein. Hier konnten sich die Anwesenden mit Getränken, Grillwurst, Kaffee und Kuchen stärken. So klang das Fest dann gegen 13.00 Uhr aus.
   










Bunkerbänke für die Kirche-
Kirchbänke für den Bunker

Ab dem 23.01.1945 wurden die Einwohner Dattelns immer wieder durch Luftangriffe der alliierten Streitkräfte in Angst und Schrecken versetzt.
Am 29.03.1945 kam es dann zu einem Großangriff, in dessem Verlauf die Dattelner Innenstadt schwer getroffen wurde. Im Ortskern wurden 60 Häuser total, 90 schwer, 230 mittelschwer und 250 leicht beschädigt.
  Auch die St. Amandus-Kirche wurde bei diesem Angriff schwer getroffen. Hierbei wurden auch die im Kirchenraum befindlichen Kirchenbänke zerstört.
  Nach Ende des Krieges wurden nach Angaben von Zeitzeugen die im Bunker an der Heibeckstraße verwendeten Bänke in die St. Amandus-Kirche verbracht. Hierauf nahmen die Gläubigen während der Gottedienste, bis zur Neuanschaffung der Kirchbänke, platz.
  67 Jahre nach dieser Begebenheit revanchiert sich die St. Amandus-Kirche nun für diese Hilfe. Aufgrund der Renovierung des Kirchenraumes muß ein Teil der Kirchenbänke weichen. Pfarrer Martin Limberg sorgte dafür, dass wir fünf Sitzreihen der Bänke für unser Bunkerprojekt abholen konnten. Diese werden zunächst zwischengelagert und später dann in den Bunker gebracht. Hierzu sind aber noch einige Vorarbeiten notwendig.
  Der Bergmannsverein Bergmannsglück e.V. Datteln 1957 bedankt sich bei der St.Amandus-Großgemeinde für die Spende der Bänke.



Jürgen und Peter beim heraustragen der letzten Bankteile.
Gut verpackt werden die Bänke zunächst ins Zwischenlager gefahren.


Herbert wirkt irgend wie nachdenklich.
Herbert wirkt immer nachdenklicher.

Am Ende des Tunnels ist ein Licht.
Herbert wird immer noch nachdenklicher.

Ja Herbert, hat alles hinein gepaßt.
Angekommen am Zwischenlager,

werden die Bänke ausgeladen und in eine Garage verpackt.
Hier werden sie dann später auf Bunkerlänge gebracht.

Wir bedanken uns bei dem Küchenhaus Brauckhoff zur Verfügungstellung eines ihrer LKW um die Bänke transportieren zu können.

Bergfest in Unterbreizbach


Auch dieses Jahr hat uns der Weg nach Thüringen geführt. Unsere Freunde aus Unterbreizbach hatten uns wieder zum Bergfest in ihrer Heimat eingeladen. Unser Aufenthalt haben wir dieses Jahr etwas gestreckt. Unsere Anreise fand schon am Freitag statt. So hatten wir genügend Zeit, uns in der Umgebung umzusehen. Hier einige Impressionen der wunderschönen Landschaft.  





Am Samstag besuchten wir das Erlebnisbergwerk Merkers. Hier schauten wir uns die sehr interessante Ausstellung an.


















Am Abend des 30.06.2012 waren wir zu Gast bei unseren Freunden des "Bergmannsverein Glück Auf Unterbreizbach e.V." in Unterbreizbach.


Am Sonntag fand dann das Bergfest statt. In großer Zahl kamen die Knappen- und Bergmannsvereine angereist. Mit einem beeindruckenden Umzug erreichte das Fest einen seiner Höhepunkte.








Anzumerken bleibt zum Abschluß, dass wir ein wunderschönes Wochenende verbracht haben. Auch 2013 werden wir wieder nach Unterbreizbach fahren.

Brunssum 2012

Internationales Knappentreffen im Rahmen der "Worldfestival parade Brunssum digging and dancing."
In der Provinz Limburg liegt die Kleinstadt Brunssum. Zur Bedeutung gelang die Stadt durch den Bergbau, heute bekannt als Nato-Stützpunkt.
Die Tradition "Worldfestival parade Brunssum" hat ihren Ursprung in einer Springflut im Jahre 1953. In der niederländischen Provinz Zeeland brachen die Deiche, und das Land wurde überschwemmt. Viele Überlebende hatten ihre gesamte Habe verloren. Um den Menschen helfen zu können, veranstalteten die Bergleute  in Brunssum ein Tanzwochenende. Da die hier arbeitenden Menschen aus verschiedenen Nationen kamen, wurde dieses zu einer bunten Tanz- und Folkloreveranstaltung. Die Erträge wurden den bedürftigen Einwohnern gespendet. Die Veranstaltung in diesem Jahr sollte an dieses Ereignis erinnern.
  40 Tanzgruppen und Vereine aus der ganzen Welt waren angereist, um an der Feier teizunehmen.
  Beeindruckend war für uns, wieviel Interesse die Brunssumer Bevölkerung sowie die angereisten Gäste an der Veranstaltung hatten.                                                                                                                                                





Der Bürgermeister der Niederländischen Stadt Brunssum, Heinz Vogelsang sowie die Bürgermeisterin der Belgischen Stadt Montigny-Le-Tilleul Maria DI DANATO begrüßten die Abordnung unseres Bergmannsverein persönlich.




Zeche Teutoburgia

In den letzten Wochen hat Emil Emscher im Rahmen seiner Industriekultur Tour verschiedene Ausflüge hinter sich gebracht.
   Einer seiner ersten Anlaufpunkte war die ehemalige Schachtanlage Teutoburgia in Herne Holthausen.
   Die 1858 verliehenen Grubenfelder Teutoburgia wurden 1907 durch den "Bochumer Verein" für 2. Millionen Mark erworben. Ab 1909 wurden die Schachte 1 und 2 abgeteuft. Nachdem im Jahr 1911 die Förderung von Kohle begann, erreichte die Zeche Teutoburgia 1913 ihre maximale Förderleistung. In diesem Jahr wurden mit einem Personalstand von 1512 Bergleuten 553574 Tonnen Kohle gefördert.
   In den Kriegsjahren ging die Förderung zurück. Die alten Werte des Kohleabbaus wurden nie wieder erreicht.
   Am 01.09.1925 wurde die Zeche Teutoburgia dann stillgelegt. Grund hierfür war die zu kleine Größe sowie die gestörten Grubenfelder. Die Übertageanlagen wurden größtenteils abgerissen. Die Schächte blieben für die Wasserhaltung offen und wurden der Zeche Erin in Castrop-Rauxel angeschlossen.

Dieses Foto aus dem Jahr 1967 hat Emil Emscher beim Besuch der Grubenlampenbörse auf der Kokerei Hansa in Dortmund gefunden.

Heute sieht es an gleicher Stelle so aus. (ähnlicher Blickwinkel)

Das gesamte Gelände der Zeche Toutoburgia ist heute mit Wald bewachsen. Auch ein kleiner Park wurde angelegt.

Die alte Maschinenhalle, heute wird sie privat genutzt.

Die Zechensiedlung Teutoburgia die in den Jahren 1909-1923 im Stil einer Gartensiedlung erbaut wurde, ist wohl die schönste und am vollständigsten erhaltene ihrer Art. In den 1990 Jahren wurde sie Stilgerecht restauriert.





Kanalfestival 2012


Am Dattelner Meer zeigt das Thermometer um 9.30 morgens schon 27 Grad.
Auch in diesem Jahr findet im Rahmen des Kanalfestivals der Gottesdienst am Schiffermast statt. Diakon Horst Borrieß leitete in diesem Jahr durch den Gottesdienst. Als kleine Überraschung wurde in diesem Jahre der kleine Ole getauft. Dieses ist eine alte Tradition bei den Gottesdiensten am Kanal. Der kleine Erdenbürger wurde mit frisch gezapften Kanalquell in den Kreis der Gemeinde aufgenommen.
Zur Tradition gehört auch die Teilnahme der Dattelner Knappenvereine "Glück Auf" und des Bergmannsverein Bergmannsglück e.V. Datteln 1957.
Auch in diesem Jahr bot das Programm des Kanalfestival zwischen dem 17.08 - 19.08.2012 für jeden etwas. Bekannte Künstler wie die Spider Murphy Gang, Wolf Maahn und Band,Thomas Godoj und Ingo Appelt gaben sich unter anderem ein Stelldichein rund um den Kanal.
  





Die kleine Kohlenlore Teil II

Fortsetzung des Märchens "Die kleine Kohlenlore". Zu finden in unserem Archiv 2011.

Unsere kleine Lore, so kann man sagen, ist angekommen auf ihrem neuen Stellplatz. Es bereitet ihr Freude, das interessante Treiben um das Bunkerprojekt zu verfolgen. Ihr ist bewusst, wie wichtig ihre Aufgabe in den letzten Monaten geworden ist. Nur sie allein weist den Besuchern den Weg zum Bunker.
Während einer stillen Abendstunde gesellte sich Emil Emscher zu ihr. Gemeinsam begleiteten sie den Lauf der Sonne, bis diese hinter den Hausdächern versank. In diesen ruhigen Minuten wendet sich unsere kleine Lore an Emil und schüttet ihm ihr Herz aus.
"Emil" sagte sie, "ich habe zwei Dinge, die mir auf der Seele brennen. Zunächst gibt es da eine Kohlenlore, eine gute Freundin von mir, ich kenne sie schon seit Jahren. Man hat ihr in ihrem Leben schon übel mitgespielt. Irgendwann wurde sie von ihren Besitzern in der Höhe gekürzt. Seitdem nennen wir sie in Lorenkreisen nur noch "Zwerg". Genau wie ich hat sie in der Vergangenheit am Südring gestanden, nicht aber an der Gertrudenstraße, sondern auf dem Gelände einer Gaststätte direkt hier an der Heibeckstraße. Hier durfte sie genau wie ich die Menschen erfreuen, indem Blumen in ihr gepflanzt waren. Nachdem die Gaststätte vor gut vier Jahren geschlossen wurde, ist der Zwerg von den Mitgliedern des Knappenvereins "Glück Auf" aus Datteln vor dem Verschrotten gerettet worden. Seitdem stand sie dann im Garten der Gaststätte Dieckmann an der Castroper Straße in Datteln. Hier durfte sie davon berichten, dass es sich hier um das Vereinslokal der Knappen von "Glück Auf" handelt. Da aber nun der Knappenverein "Glück Auf" nur noch wenige Mitglieder hat, fürchtet sich der Zwerg, in Vergessenheit zu geraten. Wir müssen dem Zwerg helfen."
  Emil nickte der kleinen Lore zu und versprach, sich darum zu kümmern.
"Aber nun sag mir bitte, was dich noch bedrückt, kleine Lore."
Die kleine Lore fuhr fort: "In den letzten Monaten habe ich so viele Menschen kommen sehen, die sich für das Bunkerprojekt und für die Menschen interessieren, die es betreiben. Wie wäre es, wenn ich ein neues Farbkleid bekäme, dann könnte ich meine Aufgabe als Wegweiser noch viel besser erfüllen."
"Da hast du recht, kleine Lore", antwortet Emil, "Du solltest schon seit längerem eine neue Bemalung bekommen, aber durch das schlechte Wetter in diesem Jahr war es halt noch nicht möglich. Aber ich verspreche dir, dass du bis Ende September in einem neuen Farbkleid erstrahlst."
Die Freude der kleinen Lore war groß, denn an das letzte neue Farbkleid kann sie sich nicht mehr errinnern. Nach einigem Hin und Her entschied sich die kleine Lore für ein Motiv, welches die Ansicht des Schachts Emscher-Lippe 3/4 von Sicht der Heibeckstraße her zeigt.
Einige Tage später wurde es unruhig an der Heibeckstraße. Wie versprochen, haben sich die Kumpel darum gekümmert, dass der "Zwerg" gerettet wurde. Nun steht sie zusammen mit allen anderen Loren auf einem Gleis vor dem Stollenausbau.

Hier steht der "Zwerg" zwischen den normalen Loren kurz nach dem Aufgleisen auf dem gespendeten Gleis der Firma Bittscheidt.

Einen Bericht über die Bemalung der kleinen Kohlenlore veröffentlichen wir unter dem Block "Tor zum Museum".

Sommerfest 2012

Das zweite Sommerfest des Bunkerprojektes feierten wir am 08.09.2012. Eingeladen haben wir einige unserer Sponsoren und Personen des öffentlichen Lebens in Datteln. Darunter waren zum Beispiel der Dattelner Bürgermeister Wolfgang Werner, der Vorsitzende der CDU in Datteln Dr. Jürgen Wutschka, Regionaldirektor der Volksbank Thomas Benterbusch, Gökan Tonguc Vorsitzender des IGBCE Ortsverbandes Datteln, Dr. Ingo Eisert als Vertreter des Lions-Club Datteln-Waltrop sowie Norbert Bittscheidt, Unternehmer aus Datteln. Außerdem war unser Partnerverein "Glück Auf Haltern am See" mit einer Abordnung vor Ort. Ab 17.00 Uhr trafen wir uns zum gemütlichen beisamensein unter dem Stollenausbau vorm Bunkereingang. Die Feier dauerte bis gut 22.00 Uhr, denn für den Folgetag war die erste offene Tür in der Bunkeranlage im Rahmen des Deutschlandweiten Museumstages angesetzt. Was dazu kam, wir mußten nicht was auf uns zukommt. Einige Impressionen entnehmt den folgenden Bildern.






Museumstag 2012

   Das Hermann-Grochtmann-Museum der Stadt Datteln, der Plattdeutsche Sprach- und Heimatverein 1922 e.V. sowie der Bergmannsverein Bergmannsglück e.V. Datteln 1957 initiierten den Museumstag an der Stollenanlage an der Heibeckstraße.
Der offizielle Termin für den Beginn der Besuchszeit lag bei 15:00 Uhr. Die ersten Gäste haben sich dann aber schon um 14.00 Uhr unter dem Stollenausbau vor dem Bunkereingang eingefunden.     


Zunächst bauten wir dann den Eingangsbereich der Stollenanlage um, damit unsere Gäste ohne Probleme dorthin gelangen konnten.


   Herbert nahm sich die erste Besuchergruppe vor, und begann mit der Führung. Was sich dann innerhalb von wenigen Minuten entwickelte, überrollte all unsere Vorstellungen bei weitem.


   Innerhalb von nur wenigen Minuten sammelten sich vor dem Stolleneingang ca. 40 Gäste, die eine Führung machen wollten. Also nahm auch Peter eine Besuchergruppe, und begann mit seinem Durchgang. Geplant war nun eigentlich, dass Herbert und Peter die Führungen machen sollten. Dieser Plan war binnen kürzester Zeit nur noch Makulatur. Also nahm auch ich mir eine Gruppe, und begann meinen ersten Rundgang. Nach kurzer Zeit kam dann Jürgen aufgeregt in den Bunker gelaufen, und forderte uns auf, schneller zu machen, denn die Szenen die sich mitlerweile vor dem Bunkereingang abspielten, spotteten jeder Beschreibung. Die Besucherschlange war mitlerweile auf gut 100 Personen angewachsen.


  Zu diesem Zeitpunkt trudelten dann auch die Vertreter der Presse ein, die wir mit tatkräftiger Unterstützung erst einmal in den Bunker geleiten mußten.
   Auch Jürgen begann mit einer Führung. Nun waren wir mit vier Gruppen im Bunker unterwegs, und somit waren die Kapazitäten ausgeschöpft. Als fünfte Anlaufstelle für Informationen war Bernd mit einer von ihm erstellten Beamerschau im hinteren Bunkerraum vor Ort. Hier waren auch noch einige Ausstellungsstücke zu sehen. Es ging nichts mehr, und wir wollten auch nicht mehr als 40 Personen durch den Bunker schleusen. Hierdurch wuchs die Wartezeit vor dem Bunkereingang auf bis zu 45 Minuten an. Wir konnten es kaum glauben. Unseren Gästen müssen wir an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen. Obwohl sie warten mußten, nahmen es alle mit Humor.
   Eine Szene am Rande waren die Vorkommnisse auf der Heibeckstraße. Hier war in der Zwischenzeit das reine Chaos ausgebrochen. Der in der Zwischenzeit eingetroffene evangelische Pfarrer Mämecke  sorgte Gott sei Dank dafür, dass wenigsten der Linienbus einen Weg durch die abgestellten Fahrzeuge und der Menschenmenge finden konnte.
   Aber auch unsere Grillstation und der Getränkeausschank waren von dem Menschenandrang schier überrannt worden.
  

Schauen wir uns die Besucherreihen an, so können wir sagen, dass vom Säugling bis zum Senior alle Altersgruppen vertreten waren. Die Anzahl der Besucher lag irgendwo bei 400 Personen, so schätzen wir. Gezählt hat leider niemand.
   Nachdem der Besucheransturm abgeebbt ist werfen wir einen Blick in die Bunkergänge.
   Die große Anzahl an Besuchern hat ihre Spuren hinterlassen. Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass sich Nebel im Bunker gebildet hat. Nach einer ordentlichen Bewetterung wird sich dieser aber verziehen.



Original Emscher-Lippe 3/4

Schweres Gerät fährt am 18.09.2012 an der Heibeckstraße vor. Der Mercedes LKW des Dattelner Unternehmers Norbert Bittscheidt ist "erst" 20 Jahre alt hat einige 100 PS die er auf acht Zylindern verteilt.  
Zum zweiten mal ist das zuverlässige Gefährt in ehrenamtlichen Einsatz für das Bunkerprojekt. Benötigt wird er um Gleise vom ehemaligen Gelände der Zeche Emscher-Lippe 3/4 zu bergen. Diese wurden zuvor aus dem vorhandenen Asphalt heraus gemeißelt.




Ein gutes Team Norbert Bittscheidt, Andreas und Erwin bei der Verladung der Gleise.

Alle Gleise sind verladen, nun geht es zur kleinen Kohlenlore, dem "Tor zum Museum".


Mit Freude ist Norbert Bittscheidt mit seinem Fahrzeug für das Bunkerprojekt tätig.






Wir sagen dankeschön, Norbert Bittscheidt und "Papas Liebling".


Zweiter Dattelner Ehrenamtstag

Zum zweiten mal wurde am 22.09.2012 auf der Martin-Luther-Straße in Datteln der Ehrenamtstag gefeiert. Unter vielen anderen Vereinen und Einrichtungen hat auch der Bergmannsverein Bergmannsglück wieder sein Infozelt aufgebaut. Interessierte konnten sich wie im letzten Jahr über den Stand der Arbeiten rund um das Bunkerprojekt informieren lassen.



Gut besucht der Ehrenamtstag 2012. An vielen Gespräche die wir am 22.09. führten konnten wir feststellen, dass das Bunkerprojekt mitlerweile zu einer festen Größe in Datteln geworden ist.
In einem Gespräch formulierte Frau von Krone aus Datteln es so:
Zitat:
"Ich habe in der Vergangenheit in Wuppertal gewohnt und bin vor einigen Jahren nach Datteln ins Ruhrgebiet gezogen. Ich finde es schade wenn die Vergangenheit verloren geht, weil die Generation die davon erzählen kann wegstirbt. Um so wichtiger ist die Arbeit, die ihr als Bergmannsverein Bergmannsglück hier in Datteln übernommen habt. Ich habe den Eindruck, dass sich hier wirklich um die Vergangenheit bemüht wird. Auch die Achtung vor dem Berufsstand des Bergmannes darf nicht verloren gehen denn ohne seine Arbeit wäre das Ruhrgebiet nicht so wie wir es sich heute darstellt."
    

Tag der offenen Tür

Am europaweiten Museumstag am 09.09.2012 hatten die Stadt Datteln, der Heimatverein und der Bergmannsverein Bergmannsglück zur Besichtigung der Stollenanlage eingeladen. Aufgrund des großen interesses und die dadurch entstehende lange Wartezeite vor dem Bunkereingang, haben wir uns entschlossen kurzfristig einen "Tag der offenen Tür" zu veranstalten. So haben auch die Menschen eine Möglichkeit sich die Bunkeranlage anzuschauen, die am 09.09 nicht die Zeit hatten so lange zu warten. Auch am "Tag der offenen Tür" war die Resonanz wieder sehr groß. Über 150 Gäste fanden sich am Samstag und Sonntag jeweils ab 15.00 Uhr am Bunker ein und ließen sich durch die Anlage führen. Sie lauschten den Erklärungen von Herbert, Jürgen und Peter und Jochen.    


Ringgemeinschaft 2012

Am 05.10.2012 fand die Ringsitzung der Ringgemeinschaft Münsterland in Reken statt. Unter Anwesenheit aller Mitgliedsvereine führte der Vorstand durchs Programm. Zum Abschluß traf man sich zum Gruppenbild.     


Amandusfest 2012

Eine Einladung zur Wiedereröffnung der St. Amandus-Kirche erreichte uns im laufe des letzten Monats. Dieser Einladung sind wir mit unserem Bergmannsverein gerne nachgekommen.
   Nach viermonatiger Renovierung wurde es Zeit, die betagte St. Amandus-Kirche der Gemeinde frisch renoviert zurück zu geben.
   Ob dem Weihbischof Dieter Geerling durch die Kirche ein Zimmer gestellt wurde? An diesem Wochenende gab es einiges zu tun in Datteln. Neben der Profanierung (Entweihung) der St. Antonius-Kirche am Samstag, übertrug er mit der Gemeinde das Allerheiligste und die Bibel in die frisch aufgearbeiteten  Kirchenräume der St.Amandus-Kirche.
   Am Sonntag dem 28.10.2012, einem wunderschönen Herbsttag, lud Pfarrer Martin Limberg die Gemeinde zur Heiligen Messe zur Wiedereröffnung ein. Das als Familienmesse gestaltete Hochamt endete gegen 13.00 Uhr. Am Anschluß fand auf dem Kirchenplatz zum Abschluß ein Familienfest statt.





Die Haard-Trapper zu Besuch am Bunker

Zu einem Marsch an den Kanälen unser Stadt trafen sich die Haard-Trapper am Sonntag, den 04.11.2012 am Centro-Med. Nach einer guten Stunde stand dann das eigendliche Ziel auf der Tagesordnung, der Besuch der Bunkeranlage an der Heibeckstraße. Gut 50 Personen ließen sich von Herbert, Jürgen und Andreas durch die Gänge der Bunkeranlage führen. Anschließend sorgten Marion und Jochen für Grillwürstchen und Getränke. Ein voller Erfolg, so die Meinung der zahlreichen Gäste.



Noch kurz ein paar Reparaturen, Säubern und Aufstellen der Sitzbänke, sowie das Aufbauen des Grills: notwendige Arbeiten, bevor unsere Gäste eintreffen.



Nach einer kurzen Begrüßung durch Herbert, unserem Projektleiter, ging es ab in die Dattelner Unterwelt. Gleich danach gab es lecker Würstchen und Getränke.




Allen hat es gut gefallen bei uns am Bunker. Datteln von unten ist auch mal ganz schön.

Nikolaus 2012

Herbert hat Nikolaus gespielt und Grubenholz bestellt. Frisch geschlagen aus der Haard zum Bunkerprojekt nach Datteln an die Heibeckstraße.
   Am frühen Morgen um 7.30 fährt der LKW beladen mit 90 Kiefernstämmen am "Tor zum Museum" vor. Es ist noch dunkel, der erste Schnee ist in der Nacht gefallen und bedeckt die Natur mit einem unberührten weiß.
   220 PS und eine Hebekraft von gut einer Tonne haben ihre liebe Mühe mit dem Material. Doch Dank der Erfahrung des LKW-Fahrers sind die Stämme dann aber doch nach einer halben Stunde abgeladen.
   13.00 Uhr, da war es wieder unsere Problem:
2,5 Tonnen Material und keine Brücke zum Bunkereingang, die uns die Arbeit um vieles erleichtern würde. Also wieder einmal in die Hände gespuckt. Nach zwei Tonnen Estrich-Beton in der letzten Woche nun eben Grubenholz schleppen.









Weihnachtsmarkt 2012

Am 08.12.2012 lud E.ON zum Weihnachtsmarkt am E.ON Infowürfel in Datteln. Verschiedenen Vereinen wurde in Zelten die Möglichkeit gegeben sich und ihre Arbeit vorzustellen. Wir, der Bergmannsverein Bergmannsglück Datteln e.V. 1957, haben unser Bunkerprojekt an der Heibeckstraße vorgestellt. Als Highlight hat sich unser kleines Gewinnspiel erwiesen. Zu Gewinnen gab es Schokoladennikoläuse und kleine Fläschchen mit Getränken. Mit der Verlosung von 15 Tannenbäumen durch E.ON wurde der Markt gegen 18.30 beendet.



Eine Impressionen am Rande ist dieses Bilde. Das Winterlicht hat seine besonderen Reitz.


Mit freundicher Genehmigung der E-ON Datteln
Mit freundlicher Gehnehmigung Datteln


Peter erklärt hier dem jungen Gat die Funktion eines Kohlenhobels.




Gespannt wartet alles auf die Ziehung der eigenen Gewinn-Nummer der Tannenbäume.

Jahresabschlußbericht 2012 "Bunkerprojekt"

Ein ereignisreiches Jahr 2012 geht in der Stollenanlage zu Ende. Stand im Jahr 2011 noch das ausräumen des Bunkers an erster Stelle, so hat sich dieses vollständig geändert. Schon im März wurde das erste Material zur Erstellung des neuen Bunkerbodens im "Großen Saal" in den Stollen geschafft. Auf´s Jahr verteilt wurde dann immer wieder Estrich-Beton eingekauft und sofort verarbeitet. Im August haben wir begonnen den Eingangsbereich der Stollenanlage umzugestalten. Erdreich wurde auf den Stollenausbau verbracht und anschließend Rasen ausgesäht. Auch ein Pumpensumpf  incl. Wasserablauf für Oberflächenwasser wurde später notwendig.
   

Vorbereitende Arbeiten zur Verlegung des Estrich-Beton.
Der erste "Spatenstich" mit schwerem Gerät zur Umgestaltung des Bunkereingangs.

Nach einem ordentlichen Starkregen sah es so aus.

Eingesähte Wiese beginnt den Stollenausbau zu begrünen.
Der Pumpensumpf war unumgänglich.

Um den Übergang über den Ölmühlenbach für unsere ständig anwachsende Besucherzahl zu verbessern haben wir die bestehende Rohrleitungsbrücke mit einem Überbau versehen. Außerdem wurde an beiden Seiten ein Handlauf angebracht. Klar ist aber das es sich hier um keine dauerhafte Lösung handeln kann.

Zustand des Übergangs im letzten Jahr.
Erstellung der Brücke mit Handlauf.

Unser Museum hat nun auch einen Namen bekommen. Seit September steht die kleine Lore in frischer bemalung am "Tor zum Museum" an der Heibeckstraße. Gerade noch passend zum ersten Museumstag am Bunker. An diesem Termin wurden wir von Menschenmengen überrannt. Über 500 Besucher kamen an zwei Tagen in den Stollen.


Jahresabschlußbericht 2012 "Bergmannsverein Bergmannsglück e.V Datteln 1957"

Im Februar stand zunächst die Hauptversammlung mit Vorstandswahlen auf dem Programm.


Dann folgte am 01.05.2012 der Beginn der Freiluftsaison mit der Veranstaltung der IGBCE am Hermann-Grochtmann-Museum.
Am 02.06.2012 folgte dann der "Day of Song" und das  Fußballspiel der Uwe Seeler Traditionsmannschaft im Südringstadion. Bei beiden Veranstaltung hatten wir Auftritte bei denen wir das Steigerlied zum besten gaben.



Im Juli waren wir als kulturelle Abordnung der Stadt Datteln unterwegs. Zunächst führte uns unser Weg zum Bergfest nach Unterbreizbach in Thüringen. Eine Woche später ging es dann nach Brunssum in die Niederlande.  


Dann folgte das Kanalfestival und der Ehrenamtstag auf der Martin-Luther-Straße. Zum Jahreabschluß folgte der Weihnachtsmarkt auf dem Gelände des E.ON Infowürfel.


Unser Infostand während einer "Betriebspause".


Wir Wünschen allen Gästen unsere Internetseite sowie der Stollenanlage schöne Weihnachten und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2013.